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Bereits vor einigen Jahren habe ich mir ein besonderes Marathonziel vorgenommen, das ich jetzt nach und nach umsetzen werde.

Heuer war der Marathon in London an der Reihe. Da dem Veranstalter nur 10 Plätze zur Verfügung standen war ich sehr froh, die begehrte Starnummer zu ergattern. Es gibt bei diesem Marathon nur eine Ausländerquote von 12 %. lch war mit einer Reisegruppe von ca. 20 sehr netten Leuten unterwegs. Wir waren im einem Hotel im eleganten Stadtteil South Kensington untergebracht.

Der Aufenthalt begann wie üblich mit der Abholung der Startnummer auf der Marathonmesse am Freitag und einer dreieinhalbstündigen Stadtrundfahrt am Samstag.

Am Sonntag ging es mit dem Transferbus nach dem zeitigen Frühstück zum Marathonstart nach Greenwich. Schon in der Früh war es ziemlich warm, die Stimmung sehr gut. Es wurde ab 10.00 h in acht Blöcken gestartet, ich war im sechsten Block ca. 40 Minuten später an der Reihe.

Entlang der Strecke sind viele Sehenswürdigkeiten von London zu sehen. So zum Beispiel der Tower of London, Big Ben und Westminster Abbey. Besonders beeindruckend war für mich das Überqueren der Tower Bridge. Viele Läufer waren verkleidet (sogar mit Fellkostümen bei dieser Hitze), wo ich dann gleich wieder an den Medoc Marathon erinnert wurde. Leider sah man sehr viele Läufer, denen die Hitze schwer zu schaffen machte, medizinische Betreuung benötigten oder sogar aufhören mussten. Ich glaube wir hatten zwischen 26 und 28 Grad. Es gab Wasser, Orangensaft und 2 x Gels als Verpflegung. Da wir bereits am Freitag einen lnformationsabend hatten, konnte man beim Frühstück aber ordentlich zulangen. Die Zuschauer verteilten ab der zweiten Hälfte Gummibärchen die man dann gerne annahm. Wasser gab es in Hülle und Fülle in kleinen Flaschen, mit denen man sich abkühlen konnte, auch Duschen waren viele aufgestellt. Manchmal war die Strecke ein bisschen zu eng, aber die verlorene Zeit konnte wenig später gleich wieder aufgeholt werden.

Die Stimmung war auf der ganzen Strecke unglaublich gut. Wie mir Erich schon vorher gesagt hat, waren die Menschenmassen tatsächlich in vielen Reihen hintereinander aufgereiht und haben angefeuert was das Zeug hält.

Bei den letzten Kilometern an der Themse entlang habe ich schon das London Eye herbeigesehnt (wie die Kirche am Mexikoplatz, wenn wir in Wien die Donau nach dem Kahli entlang laufen), das auf der anderen Uferseite schon weit zu sehen war und ich wusste, dass das Ziel dann nicht mehr weit war. Nur noch vorbei am Buckingham Palace und nach ca. 600 m war das Ziel erreicht. lch habe als 40. von 250 in meiner Altersklasse und als 14766. insgesamt mit einer Zeit von 4:25.13 gefinished.

An dieser Stelle danke ich vor allem Peter für sein Training. Sein ,,wir sind stolze Läufer, schau nach vorn, linker Arm, Kniehub (der mir nicht und nicht gelingen will)" hatte ich 43 km im Hinterkopf.

ln der Nähe des Trafalgar Square warteten schon die angekommenen Läufer und die Reisebegleiter. Alle waren sehr glücklich.

Den Abend ließen wir dann gemeinsam in einem schönen Restaurant stimmungsvoll ausklingen, die Läufer erhielten vom Veranstalter eine Urkunde.

Der Montag gehörte uns dann ganz, um noch einige Sehenswürdigkeiten besichtigen zu können. Als letztes Highlight der Reise sahen wir nöch eine Parade vor dem Palast und das Öffnen der Tower Bridge. Durch die verspätung beim Abflug in London, haben wir wien dann erst nach Mitternacht müde, aber glücklich erreicht.

Angesteckt durch die Euphorie der anderen Läufer unserer Reisegruppe habe ich mir auch schon die Ziele für 2019 gesteckt. Aber davon nächstes Jahr... ... ... !

Trude