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Einmal muss man nach Marathon

Toni Gschiel

 Marathon, diese kleine Stadt in Griechenland etwa 40 Kilometer von der Athener Innenstadt entfernt ist sehr geschichtsträchtig. Hier besiegten vor etwa 2500 Jahren die Athener das persische Heer. Ein Soldat namens Pheidippides soll der Legende nach vom Schlachtfeld in Marathon nach Athen gelaufen sein um den Sieg zu verkünden und danach mit den Worten: „Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sein. Eine tragische Geschichte, allerdings mit einem kleinen Haken – sie ist aller Wahrscheinlichkeit nach nur eine Legende. Aber das interessiert heute eigentlich niemanden mehr wirklich.

Die Veranstalter der ersten olympischen Spiele der Neuzeit besannen sich im Jahre 1896 an dieses historische Ereignis und nahmen einen besonderen Langstreckenlauf von Marathon nach Athen ins olympische Programm auf. Allerdings maß dieser Lauf nur so um die 40 Kilometer. Weitere 12 Jahre mussten dann noch vergehen, ehe der „Marathonlauf“ erstmals sein heute „offiziell“ anerkanntes Maß von 42,195 Km erhielt - und das letztlich nur aufgrund einer Laune des englischen Königshauses, das anlässlich der Olympischen Spiele in London 1908 den Start partout von einem Fenster ihres Schlosses in Windsor erleben wollte.

Es ist daher naheliegend, dass jeder Hobby-Marathonläufer einmal im Leben den authentischen Marathon vom gleichnamigen Ort in die griechische Hauptstadt Athen absolviert und sich vorher oder danach auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Athen ansieht.

Am 13. November dieses Jahres ist es nun auch bei mir soweit, ich laufe meinen 35. Marathon.

Bereits um 04Uhr30 läutet der Wecker, rasch die Laufsachen angezogen und zum Frühstück im Hotel in Athen, dass dankenswerter Weise bereits so früh hergerichtet war.

Es ist noch stockdunkel als ich um kurz nach sechs Uhr auf dem zentral gelegenen Syntagma-Platz eintreffe. Hier steht schon laut brummend eine Busflotte bereit, um die vielen tausend Teilnehmer zum Start zu chauffieren. Die Busse nehmen dabei genau den Weg, der später laufend zurückzulegen ist. Nicht wenige werden dabei erstmals mit der Tatsache konfrontiert, dass die Strecke durch hügeliges Gelände führt und beträchtliche Anstiege dabei sind. Die Sonne geht langsam auf, als mein Bus eine dreiviertel Stunde später das anlässlich Olympia 2004 neu errichtete kleine Stadion der Ortschaft Marathon erreicht. Es herrscht bereits großes Gedränge, da das Stargelände sehr beengt ist. Die Veranstalter schaffen es aber trotzdem sehr gut, die etwa 18.500 Marathonläufer in die jeweiligen Startblöcke zu verteilen.

Nach feierlicher Ableistung eines marathonischen Eides fällt um 09 Uhr der ersehnte Startschuss und entlässt den Läuferpulk auf das breite Asphaltband der verkehrsgesperrten Schnellstraße zwischen Marathon und Athen.

Ich habe mir vorgenommen vorsichtig und nicht zu schnell zu beginnen, da doch einige Höhenmeter auf diesem welligen Kurs zu bewältigen sind. Vom Start weg geht es sogar leicht bergab Richtung Meer und dann bis Kilometer 10 flach dahin. Ab dort leicht bergauf unterbrochen durch kurze flache Abschnitte. Bis zur Halbmarathondistanz kann ich einen Kilometerschnitt von 05:30 halten, was

mich noch auf eine Zeit knapp unter 4 Stunden hoffen lässt. Da es aber weiterhin bergauf geht schwindet meine Zuversicht immer mehr, es wird immer mühsamer.

Für Abwechslung sorgen die vielen Versorgungsstationen. Alle 2,5 Km geben engagierte Helfer Wasser, alle 5 km zusätzlich Isogetränke, jeweils verschwenderisch in Halbliterflaschen, aus. Verdursten muss hier sicher niemand.

Ab Kilometer 32 ist der Höchste Punkt mit 280 HM erreicht und ab nun geht es bereits in den Athener Vororten angekommen leicht bergab Richtung Ziel. Ich kann aber nicht mehr mein Tempo steigern, da sich bereits Ermüdungserscheinungen und leichte Muskelkrämpfe bemerkbar machen.

Am Straßenrand säumen immer mehr Zuseher die Strecke und die Innenstadt von Athen ist erreicht.

Noch einige Schlenker und hinein geht es über eine Tartanbahn zum Zieleinlauf ins wundervolle Phanatenäische Stadion.

Von den langen, in der Sonne leuchtenden Sitzreihen aus weißem Marmor, brandet den Läufern Beifall entgegen und ich laufe mit einer Zeit von 4Std13Min über die Ziellinie. Obwohl ich mein gestecktes Ziel nicht ganz erreicht habe, bin ich trotzdem zufrieden den klassischen Marathon gefinisht zu haben.

Rauchwart Marathon

Bericht Peter Hofbauer

 

Heuer waren die Bewerbe ausgebucht. Viele bekannte Läuferinnen und Läufer waren ins Burgenland gekommen.

Ein kleiner Querschnitt: Laufwunder Steyr, ULT Heustadelwasser, Turbo Schnecken, Club Supermarathon Austria, Laufstammtisch Flotte Sohle und Susanne Schöberl und Willi Brauensteiner. Beide haben in jeder Hauptstadt der EU einen Marathon erfolgreich gefinisht

Ich habe die Fahne der FdL hoch gehalten.

Bei kuschligen 1 Grad, verließen die Läufer nur äußerst ungern den Heizkörper in der Umkleidekabine.  

Ein Rundkurs mit etwas mehr als 5km sollte 8mal als Herausforderung herhalten. Eine „Wien Rundumadum“ light Variante für einige Teilnehmer (Kny, Ostry, etc). Asphalt, Schotter und Waldwege aber weitestgehend trocken. J.

Ich wollte einen Marathon um 4 h 15min schaffen. Ich lief wieder von hinten los und wollte es gemütlich angehen. Es ging so weit ganz gut, meine Zehen waren erst nach der ersten Runde aufgetaut, die Hände sowieso nur kalt.

Dann kam bei der 3. Runde die Sonne kurz durch und es wurde warm, aber leider nur kurz. Es lief weiter gut bei mir und ich hielt mich mit dem Tempo zurück.  Km 25 nahte und die ersten Probleme waren da, ich hatte Schmerzen im linken Vorfuß. Ich gedachte meiner Leute in der Trainingsgruppe; was sag ich immer: Kopf hochhalten, Arme gleichmäßig, nicht twisten, Schrittfrequenz in der Länge ändern, Körperhaltung, Körperspannung.

Ehrlich, sobald ich schwächelte hab ich ein Gesicht gesehen und das rief mir dann die oben erwähnten Ratschläge zu. Die Schmerzen vergingen und es nahte auf einmal die letzte Runde. Ich legte noch Kleidung ab und lief die letzte Runde in kurzer Montur und freute mich, dass es so gut ging. Weit unter meiner Vorstellung ging ich ins Ziel.

Ich hab erstmals mein Credo vom Anfang bis zum Ziel beherzigt und als Ergebnis eine bessere zweite Hälfte geschafft.

Also Leute, es sind keine leeren Phrasen, wenn ich ab Montag wieder sag: Kopf hoch, Armhaltung, stolz und aufrecht laufen, etc. etc.   ;-)

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