Herzlich Willkommen
Freunde des Laufsports Austria
Lauftreff jeden MO und DO
Treffpunkt 18:25 h - Prater Hauptallee—Stadionparkplatz

NW - PW jeden MI 10:00 h Eingang Stadioncenter
Regensburg Halbmarathon
Bericht von Aniko Balint
 
Nachdem wir Dank der tollen Trainingsgruppe “Freunde des Laufsports“ den ganzen Winter gut durchtrainiert hatten, und im legendären Schüttel mit guter Nahrung und Getränken  gestärkt durch den Winter gekommen sind, haben wir uns nach einem kleinen Rückschlag vor dem Linz HM, auf ein neues Ziel, den LCC HM vorbereitet.
Perfekt in Form, voller Aufregung, fieberte ich dem 16.5.2010 entgegen. Der Wetterbericht ließ jedoch spätestens am Freitag meine Vorfreude deutlich in den Keller sinken. In Kälte, Regen, und Sturmböen haben wir genügend trainiert, ich wollte keinen Trainingslauf, ich wollte unter 1:30h laufen. Kurz überlegte ich nach Budapest zu fahren, da dort wegen Sturmwarnung der HM abgesagt wurde, sollte es der Westen sein. Regensburg, war die Lösung. Wir waren sehr spät dran und haben in der fast ausgebuchten Stadt doch noch eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden. Perfekt. Ich war überglücklich und bin mit vollem Enthusiasmus zu Bett gegangen. In Regensburg in letzter Stunde angekommen, wurden wir von sehr freundlichen Helfern empfangen. Neue Erfahrung für mich war, dass mich jeder, und nicht den Erich, fragte ob wir aus Österreich sind, und das machte mich zu einer stolzen fast Österreicherin. Als uns bei der Anmeldung nach einem netten small talk der Streckenplan in die Hand gedrückt wurde, fing mein Enthusiasmus wieder an zu sinken. Wir machten uns auf den Weg in die Altstadt zur Streckenbesichtigung. Die Altstadt ist wunderschön. Enge, hügelige Gassen mit altem Kopfsteinpflaster, ein absolut idyllisches Flair, und wir verbrachten einen wunderschönen Abend mit ein Gläschen feinem Chianti beim romantischen Italiener. Aber ehrlich, meine ersten Gedanken kreisten um die Kopfsteinpflaster, und ich hatte während der Besichtigung das Gefühl, die Organisatoren haben sich bemüht jedes mögliche Kopfsteinpflaster in den Kurs einzubauen, um den historischen Flair des Marathons zu bewahren.
Am nächsten Morgen war vor dem Start eine tolle Stimmung, und wir hatten perfektes Laufwetter. Im vorderen Block trafen wir einen Pacemaker mit einem Luftballon in der Hand “1:29“. Dass war unser Mann, an den müssen wir uns halten, und tatsächlich wurden wir von ihm angesprochen, “Wer läuft alles mit?“ Es hat sich eine tolle Laufgruppe gebildet, mit viel Rücksicht wurden auf Hindernisse und Engpässe gegenseitig hingewiesen. Auf dem Weg hinaus, haben wir die Altstadt in kürzester Zeit passiert, sie fiel mir gar nicht auf. Der Großteil der Strecke war flach und schnell. Die Kilometer waren auf der Strecke für alle drei Bewerbe gut sichtbar markiert, wobei ich durch die einmalige Stimmung auf der Strecke, immer wieder auf die Zwischenzeitnehmung vergas, und überrascht war wie viele Kilometer vergangen waren. Bei km 15 wurde ich langsam ungeduldig und wollte loslaufen, hatte aber zu viel Respekt vor der Altstadt, dieser war jedoch unberechtigt, im Gegenteil der Kurs durch die Altstadt war kurzweilig, und gar nicht so schlimm wie ich vor dem Lauf befürchtet hatte.  Die Kopfsteinpflaster habe ich gar nicht gemerkt, vielmehr hat mich die einmalige Stimmung auf der ganzen Strecke überrascht, und getragen. Ein absolutes Highlight was ich nur weiterempfehlen kann. Auf dem letzten Kilometer hat uns noch unser Zugläufer angefeuert und ins Ziel gezogen. Es war ein einmaliges Lauferlebnis! Als ich im Ziel vor lauter Glück in Tränen zusammenbrach, eilten gleich die Helfer herbei, Erich, erklärte “danke, alles in Ordnung, sie freut sich nur“.
 
Wir hätten den Lauf nicht so genossen, und ich wäre keine PB gelaufen, wären wir nicht so gut vorbereitet nach Regensburg gefahren. Vielen Dank an Christian, den Schüttelköchen und der einmaligen Trainingsgruppe,
 
und vor allem Kurt, daß du das alles möglich machst.
 
von Aniko und Erich.