Herzlich Willkommen
Freunde des Laufsports Austria
Lauftreff jeden MO und DO
Treffpunkt 18:25 h - Prater Hauptallee—Stadionparkplatz

NW - PW jeden MI 10:00 h Eingang Stadioncenter
12 bzw 6 Stundenlauf in Vogau am 8.5.2010
bzw das geheime Wettrennen innerhalb des Vorstandes des Vereins.
 
Ein Bericht von Othmar Haushofer
 
Dieser - Stundenlauf stand anscheinend offenbar unter einem ganz besonderen Stern.
 
Unser Obmann Kurt wollte eigentlich nur als Betreuer starten, nachdem er in den letzten Wochen mehr oder weniger eine Auszeit vom Laufsport nehmen musste (bedingt durch diverse Verletzungen - eine davon stammte noch von einer unerfreulichen Erfahrung mit einem Besen in Neusiedl!). Doch die ausgesprochene Herausforderung von Monika mir gegenüber (im Mittelalter waren diese Herausforderungen unter Rittern bei Turnieren üblich), hat Ihn doch so weit motiviert, beim Wettkampf mitzumachen, der schlussendlich zu einem Wettkampf innerhalb des Vorstandes mutierte. Obmann versus Schriftführerin, Kassierin, think tank etc. Den Betreuerjob an den Nagel gehängt, die Zähne zusammengebissen und einige Schmähworte dem Rechnungsprüfer (sprich mir) entgegengeschmissen, war er um 14:00 Ortszeit mit Monika und mir am Start des 7. 6-Stundenlaufs in Vogau, um einmal festzustellen ob :
 
  • er überhaupt noch laufen kann
  • Wenn ja , ob er sich überhaupt noch spürt  wenn er läuft
  • und wenn dies auch noch bejaht werden kann
  • ab wann er einfach zusammenbricht um sich dann von hübschen Sanitäterinnen  einfach versorgen lässt.
 
Runde für Runde spulten wir die Runden hinunter, manche mit Musik im Ohr, manche ohne, und so verlor ich Stunde nach Stunde einfach das Zeitgefühl. Hin und wieder wurde ich von einigen Freunden des Laufsports überrundet, jedes Mal bei den Rundenzählern vorbei kam ein zusätzliches Glücksgefühl hinzu und so entwickelte sich in meinem Inneren eine gewisse Gelassenheit oder vielleicht ein „Jogger high“ . Kurt war weit und breit nicht zu sehen, weder bei unserem Betreuer-Zeltlager, geschweige in dem im Ziel befindlichen Bierzelt, und ein Rettungsauto mit Blaulicht wurde während der ersten fünf Stunden von mir auch nicht vernommen. Was war los mit Ihm, oder hat er sich einfach still und heimlich von der Rennstrecke weggebeamt, dachte ich bereits mit meinem endorphinbenebelten Gehirn. Doch es kam wirklich anders. Nach 5 h 30 min verlor ich langsam an Kraft, bis ich die aufmunternden Worte von Kurt in der 24. Runde  hinter meinem Rücken hörte: „Othmar bald ist’s aus, leg zu„ und mich dabei  überrundete.
 
Mit seinem Kampfgeist und Willen hat er sich nach 4-wöchiger Läuferabstinenz einen 6-Stundenlauf abgerungen und wieder unter Beweis gestellt, dass er nicht von ungefähr der Obmann der Freunde des Laufsports ist. Mit einer Bestzeit von 6 Stunden und 0 Minuten absolvierte er unter schwerstem Druck eine Distanz von 54,8860 KM.  Monika, die auch gerade nicht die optimalste Vorbereitung in der letzten Zeit genießen durfte, schlug sich tapfer genug und erstürmte sogar einen Stockerlplatz dazu. Ich konnte mit meiner Leistung zufrieden sein, denn es war diesmal ein 6-Stundenlauf der unter einen ganz bestimmten Stern stand. ( … der Kinderkrebshilfe).