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Ötscher-Ultra-Marathon 2016 – FDL Treffpunkt im Nebel. Oder: Salz pur ist delikat!

Zwei Tage, 70 Kilometer und mehr als 3.000 Höhenmeter – das war am Wochenende die geplante Herausforderung

 

Der Trefflingfall, die Ötschergräben, der Riffelsattel – jeder Streckenabschnitt des ersten Tages, des 50km Trails, ist eine Herausforderung für sich und Naturgenuss pur. Der Höhepunkt des zweiten Tages, der Anstieg auf den Ost-Grat des Ötschers, den „Rauhen Kamm“ ist leider wetterbedingt ausgefallen, damit hat sich auch die Gesamtstrecke um 200 Höhenmeter und 2,5km  reduziert – dafür hat die zu absolvierende Alternativstrecke zu einem ungeplanten FDL-Treffen geführt.

Die vom Straßenlauf bekannte Frage „was mache ich eigentlich hier“ ist weder am ersten noch am zweiten Tag aufgekommen. Dafür haben sich unsere kulinarischen Werte etwas verschoben – bis zu diesem Tag haben weder Peter noch ich nach einem Butterkeks mit einem aufgehäuften Löffel Salz als zugefügte Delikatesse gierig die Hand ausgestreckt.

Nach dem Zieleinlauf des überraschender Weise wie im Flug vorbeigegangenen 50km Trails, haben wir uns beide nur die Frage gestellt, wie wir es wohl am nächsten Morgen anstellen könnten, aus der morgendlichen Entspannung wieder in die Vertikale zu kommen und in der Folge mit dem Startschuss die Füße in angemessenem Tempo voreinander zu setzen, zudem sich mein Knie beim Bergablauf schmerzhaft bemerkbar gemacht hat.

Unsere Namensnennungen in der Ergebnisliste des Ötscher-Ultra-Marathons beweisen, dass wir es beide geschafft haben. Mein Knie hat mir die erste gemütliche Bergabstrecke verleidet und ich musste einige Kilometer auf bester Laufstrecke gehen, überholt von DNF KandidatInnen. Aber – aufgegeben wird ein Brief, kein Rennen.

Das Durchhalten wurde belohnt – auf dem steilen Weg auf den Riffelsattel taucht erst Peter, bereits auf dem Rückweg, aus dem Nebel auf und ich darf mir eine kleine emotionale Stärkung abholen, während im selben Moment eine Stimme aus dem Grau ruft „das ist ja der Peter“ - und FdL Alex Hofbauer mit seinen Söhnen in Wanderausrüstung plötzlich lachend erstaunt neben uns steht. Ich konnte beim Weiterlaufen (ähhh … mich bergauf schleifen …) nicht aufhören zu grinsen. Hätten wir Drei dieses Treffen an dieser Stelle geplant, hätte es vermutlich niemals geklappt!

 

Conclusio dieses Wochenendes: DAMIT kann man nicht mehr aufhören J !!!! Rauf auf die Berge – näher zum Himmel!

Tamara Trenkler
Peter Perkovic