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 Mein Laufjahr 2014

 Thomas Warmuth

 Liebe Freunde,

nachdem wir uns dieses Jahr wahrscheinlich nur mehr selten sehen werden, möchte ich mein Laufjahr 2014 auf diese Art mit euch teilen. 

Begonnen hat es eigentlich schon am 28. Dezember 2013. Ein Samstag. Wie immer war nätürlich eine Kahli-Runde am Plan und das mein erster langer Lauf seit rund eineinhalb Monaten. An diesem Tag habe ich mir beim „Ablauf“ über die „Nase“ meine Patellasehne am linken Knie beleidigt. Alle folgenden Trainingseinheiten, die eigentlich zum Aufbau der Kondition hinsichtlich dem „Laufen Hilft“, dem „VCM“ und dem „Welschlauf“ hätten dienen sollen, konnte ich somit nur unter mehr oder weniger starken Schmerzen durchführen. Bis ich mich endlich durchringen konnte zu einer Physiotherapeutin zu gehen, vergingen allerdings rund zwei schmerzhafte Monate. 

Die Physiotherapeutin empfahl mir tägliche Dehnübungen, schwimmen, radfahren und vor allem das Laufen zu reduzieren - LEIDER. Damit waren alle Ziele für das Frühjahr schon mal gestorben, da ich mich doch sehr brav an das Nicht-Laufen hielt. Ich habe zwar den „Laufen Hilft“-Halbmarathon und beim „VCM“ die 4. Staffeldistanz absolviert, allerdings spürte ich dabei immer noch Schmerzen.  

Aus diesem Grund entschloss ich mich definitiv nicht am Welschlauf teilzunehmen, was mir natürlich extrem schwer fiel. Denn dadurch konnte ich dieses Jahr meine erfolgreichen Staffelkollegen nicht unterstützen. Dass ihr auch ohne mich alle extrem stark seid, habt ihr wieder eindrucksvoll bewiesen. Ich hoffe aber, dass ich nächstes Jahr mit dabei sein kann. 

Ab Mitte Mai hatte ich endlich keine Schmerzen mehr und konnte wieder voll trainieren. Allerdings fehlten mir zu Beginn noch die Ziele. Diese kristallisierten sich aber nach den tollen und vor allem schnellen Trainingseinheiten bald heraus. Mein Ziel musste es sein, meine Halbmarathonzeit zu verbessern. Bald darauf hatte ich mir auch schon einen Bewerb ausgesucht, der mir zeitlich gelegen kam: der Wörthersee Halbmarathon. Die gesamten Einheiten bis dahin machten sehr viel Spaß, da sich auch die Fortschritte einstellten. Hier möchte ich mich wieder bei allen FdL’s ganz herzlich bedanken, die mich bei den Trainings läuferisch und auch verbal begleiteten und unterstützten. Es ist wirklich extrem genial so viele nette Freunde zu haben!!  

Nachdem ich mich sehr gut auf den Bewerb vorbereitet hatte, und vorab schon beim Berglauf in meinem Kärntner Heimatort meine Bestzeit locker unterbieten konnte, war ich auch guter Dinge, dass ich mein Ziel erreichen sollte. Das gelang mir auch. Ich habe meine eigene Bestzeit um über 5 Minuten auf 1h 24m 2s verbessert, was einem Kilometerschnitt von 3m 59s entspricht. Das Rennen und das Ganze drumherum waren einfach perfekt! 

Nach einer kurzen Pause wollte ich mich eigentlich auf das nächste Ziel vorbereiten. Das lautete: Verbesserung meiner Marathonzeit. Ort: Graz. Die Entscheidung für den Graz-Marathon wurde mir eigentlich vom Veranstalter erleichtert, da beides von der „Kleinen Zeitung“ gesponsert wird und diese ein Kombi-Ticket für den Wörthersee-HM und den Graz-M anbot. Außerdem wusste ich zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Sigi und Peter ebenfalls teilnehmen wollten und ich somit auch Trainingspartner hätte. Bis zum Bewerb waren es nur 8 Wochen und es gab eigentlich genug zu tun für mich, da ich bis dahin sehr wenige längere Läufe in den Beinen hatte. Zu Beginn blieb ich allerdings bei den kurzen schnellen Einheiten. Aniko bat mich nämlich mit ihr und Alex beim „Business Run“ teilzunehmen. Auch dieser Bewerb verlief extrem positiv für mich, da ich die 4,1 km mit einem Schnitt von 3m 27s am Kilometer absolvierte, was ich mir selber eigentlich nicht zu träumen wagte. Anschließend begann ich aber wirklich mit intensiver auf den Graz-Marathon vorzubereiten. Die Einheiten waren auch extrem positiv und stimmten mich sehr zuversichtlich. Außerdem glaubten auch meine Zuredner, dass ich meine Ziele höher stellen sollte. Schlussendlich entschied ich mich, eine Zielzeit von unter 3h anzuvisieren. 

Mitte Oktober war es soweit. Beim Start sprachen Sigi und ich uns noch Viel Glück zu, ihm sollte es auch nützen. Ich konnte nämlich nur die ersten 25 km mithalten, dann kam der „Hammer“ – und was für einer. Trotz der positiven und aufbauenden Zurufe von Michaela und Hubert, war mein Akku komplett leer. Ich konnte keine 2 km durchgehend laufen ohne wieder einige Schritte zu gehen. Aufgeben wollte ich allerdings auch nicht, denn jeder Kilometer zählt doch für unsere FdL-Kilometerstatistik J  So schleppte ich mich irgendwie ins Ziel. Das Positive daran war allerdings, dass ich an den Folgetagen kein Laktat abbauen musste, denn das hatte ich bereits beim Bewerb erledigt. Rückblickend betrachtet, hatte ich eigentlich schon die letzten beiden Wochen vor dem Bewerb immer weniger Energie und Lust und auch beim 6h-Lauf konnte ich mich nicht wirklich vollständig motivieren. Aber sei’s drum, aufgegeben wird nur ein Brief. 

Somit habe ich auch im zweiten Jahr bei euch, liebe FdL’s, viel gelernt und mit euch gelacht, gefeiert und interessantes erfahren dürfen. 

Abschließend möchte ich aber nicht auf das traurigste Ereignis dieses Jahres vergessen. Daher widme ich meine sämtlichen sportlichen Erfolgen 2014 in Gedenken unseren lieben Freund Nader!

Liebe Grüße, Thomas 

PS: Da ich von 7.11. bis 6.12. in Neuseeland und Sydney bin, kann ich leider weder beim Benefizlauf noch bei der Weihnachtsfeier teilnehmen. Ich hoffe aber, dass ich euch alle beim Schüttelpunsch treffe!