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Freunde des Laufsports Austria
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 Der Jakobsweg.

Der Ursprung dieses Pilgerweges geht auf die Entdeckung des Apostelgrabes um 820 zurück. Er führt quer durch ganz Europa und im Speziellen durch Spanien – mit Ziel Santiago de Compostela. Bereits Millionen von Menschen gingen ihn in den vergangenen Hunderten von Jahren.  In einigen Wochen gehören auch ZWEI FdL – Karin und Christine – dazu !

Sie haben sich für den Camino de la Costa (Küstenweg von Bilbao nach Santiago di Comostela - ca 550 km) entschieden.

 Die FdL zu Hause denken an Euch, bewundern Euch und hoffen auf ein gesundes Wiedersehen am 3. Juli 2014 !

 Nach den vorhandenen Möglichkeiten werden uns Karin und Christine berichten. Also dran bleiben – an diesem Bericht, der laufend ergänzt wird !

 Schon jetzt soll Euch beiden der erste Wander-Ultra verliehen werden:

ultra wanderbursche

   ****

 10. Juni 2014foto abflug 

foto es geht los 

Heute ging's also los Richtung Spanien. Bewusst Spanien und noch nicht Jakobsweg, denn jetzt erkunden wir erst noch die baskische Hauptstadt Bilbao. Alle Achtung für die spanische Fluglinie Iberia:  zwei Flüge,zweimal dermaßen pünktliche Starts, nettes Personal und ruhige Flüge.

In Bilbao steht schon der öffentliche Bus vor dem Flughafengebäude bereit und es geht schnurstracks in die Innenstadt. 

Wir haben gut von unserem persönlichen Trainings-Wanderguide Erich gelernt und finden unser Hotel nach kürzestem Weg  Bisschen frisch machen und es geht auch schon zum Spaziergang durch die Gassen (callen) von Bilbao. Bald entdecken wir eines der vielen kleinen Lokale und die ersten Tapas werden verkostet. Überall sitzen freundliche, gut gelaunte Leute. Wir genießen  die ersten Eindrücke, gehen zurück zum Hotel und wünschen Buenas noches  

Tag 2 - 11. Juni 2014

 

Heute war Stadtbesichtigung von Bilbao dran. Nach anfänglichen "Navigationsproblemen" haben wir den Busbahnhof Terminibus gefunden und konnten uns unsere Tickets für den Bus nach Irun morgen früh sichern - der Start der Wanderung rückt immer näher, hurra!

 

 Entlang des Flusses Rio Bilbao geht's vorbei an Parks, schönen alten Häusern und dem "Museum der schönen Künste" zum Guggenheim Museum. Ein gigantischer, beeindruckender Bau aus Glas, Beton und Titanplatten. Im Inneren tolle Räume mit verschiedenen Ausstellungen - derzeit auch eine von Yoko Ono!

 

 In der Altstadt mit ihren engen, gut belebten Gassen, vielen Lokalen und Geschäften verbringen wir einige Stunden und freuen uns, dass nirgendwo Stress und Hektik herrschen. Mit der Ubahn geht's ins ca.15km entfernte Portugalente, einem Vorort von Bilbao. Wir besichtigen die Puente Vizcaya (auch Puente Colgate), die älteste Schwebebrücke der Welt - seit 2006 Teil des Unesco- Weltkulturerbes. Besichtigen toll, mit dem Aufzug  (für Insider Schindler) hinauf  in 50 m Höhe besser - wir haben nicht nur eine andere Sicht auf die Hängepartie, sondern einen wunderschönen Ausblick. 

 

Heute geht's früh ins Bett, damit auch der 1. Wandertag ein Erfolg wird. Adios!!

 

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 Tag 3 - 12. Juni 2014 (Bericht per SMS) 

Ab heute heißt es: buon camino !

 

Nach anfänglichen Trageeinstellungsschwierigkeiten beim Rucksack ist der 1. Wandertag gut gegangen. Hatten 600 HM, sehr steinigen, aber auch viel schattigen Weg. Hitze, kaum Wind – aber Lüftchen. Die Luft war aufgrund der Vegetation (Bambus, Laub- und Nadelbäume, Eukalyptus) angenehm. Haben die 1. Etappe in Pasai nach 18,3 km beendet und sind von einem äußerst netten, engagierten Herbergswirt empfangen worden. Die Herberge liegt über der Bcht von Pasai.

 

Wir sitzen jetzt gemütlich im Hafen und denken an euch. … 

Tag 4 - 13. Juni 2014 (Bericht bei mir am 15.6. eingelangt) 

 

Heute hatten wir eine fast mystische Etappe von Pasai nach Orio.

 

Mystisch deshalb, weil ständig Nebel herrschte, der die Neugier: was kommt nach dem nächsten Anstieg, der nächsten Biegung noch verstärkte - weil wir's einfach nicht gesehen haben. Wir hatten 2 extreme und viele kleinere Bergwertungen - zusätzlich einen Höhenmeterbonus (haben auch noch Gipfel des Igeldo bestiegen),insgesamt ca 670 HM Durch den Nebel, der hier öfters sein dürfte, ist die Landschaft bzw Vegetation üppig, üppig, üppig.  

Sitzen jetzt wieder gemütlich im Garten  einer sehr schönen Herberge.  

Der Ausblick ist wie in der steirischen Toskana, die Wäsche weht friedlich im Lüftchen und unsere frisch geduschten Füße freuen sich, in der freien Natur zu sein. Unsere Herbergsmutter verwöhnt uns mit einem mehrgängigen  Abendessen. Das Plaudern mit den Pilgern aus den verschiedenen Nationen ist interessant, aufschlussreich und lustig. 

Das WM-Spiel Spanien-Niederlande ist natürlich auch ein schöner Gesprächsstoff, aus dem die Niederländer freudig als Sieger hervorgehen.

 

Tag 5 - 14. Juni 2014

 

 

Von Orio ging's gleich bergauf in die Weinberge. Auf und ab und das ziemlich steil. Ohne Stöcke wär's noch anstrengender gewesen. Meine Stockspitzen mussten schon dran glauben,hab sie bereits durchgebohrt bzw Stoppel verloren. 

Es gab aber dazwischen auch erholsame Teile. Zum Beispiel die wunderschöne Promenade in Zarrautz. Sie war zwar teilweise gesperrt, weil Samstag ein Triathlon dort stattfand.  

Vorbei an den Orten Getaria und Zumaia gings am windigen Klippenweg, aber mit toller Aussicht,weiter.  

Nach der x-ten Bergwertung genehmigten wir uns unser 1.menue del dia, sprich tagesmenü. Haben ziemlich gevöllt und gut gestärkt ging's dann auch noch über den letzten Berg nach Deba.  

Im Bahnhofsgebäude befindet sich die neu eröffnete bzw umgebaute Herberge.

 

Tag 6- 15. Juni 2014 - Deba - Markina/Xemein

 

 Die heutige Etappe war die bisher schwierigste.  Es ging ständig bergauf, kurz bis gar nicht gerade, wieder bergauf. Im "Schüttel"Jargon oder  FdL-Maß war heute der Kahlenberg gleich mehrmals hintereinander dran!!!!!  

Heute war auch die 1. Etappe, auf der mit uns Pilger aus der Herberge gingen - mal vor uns, mal hinter uns, mal gemeinsam. Mehr als 1000 Höhenmeter  und nach ca 26 km kamen wir müde und staubig, aber stolz in Markina/Xemein an.  

Das 1. Pilgermenü - meist 3-gängig( inkl Wein und Wasser) in einem Gasthaus hat uns bestens geschmeckt.  Sitzen jetzt mit unseren "Profi"Mitpilgern (Australier, St.Pöltner und Bayer) beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch.  

 

Buonas Díaz 

Tag 7 – 16. Juni 2014 

 

 Hola! 

 Die heutige Etappe von Markina nach Gernika war gegenüber der gestrigen harmlos. Ging nur 2 mal stark und ungezählte Male bergauf, aber mit "Erholungphasen" dazwischen. Auch die Wegebeschaffenheit war teilweise angenehmer. 

Nach der Frühstückspause haben uns die 3 "Bergfexen" wieder eingeholt und gemeinsam ging's durch Wald und Wiese, über Stock und Stein! 

Nach 27 km und 850 Höhenmetern sind wir gut in Gernika angekommen. 

Diese Stadt machte traurige Berühmtheit mit einem großen Bombenangriff der deutschen Truppen. Picasso veranlasste dies zu einem seiner berühmtesten Bilder "Guernica". 

Da die Herberge abseits liegt und ca genauso viel kostet, genehmigen wir uns für heute Nacht ein Hotel direkt am Weg -

 

Liebe Grüße  nach Wien 

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Tag 8 – 17. Juni 2014 

 

Hola Zuhausgebliebene! 

Heute war der Tag der Änderungen: 

Wir wechselten zuerst von der Straße auf die Schiene: bis Bilbao, holten uns den Stempel für den Pilgerpass (natürlich hätten wir ihn gleich anfangs mitnehmen können, aber dann wärs eine falsche Reihenfolge). 

Weiter ging's mit der Metro zum Terminibus (wer aufmerksam die Berichte verfolgt, weiß, dass das der Busbahnhof ist) und dann mit dem Bus nach Castro Urdiales,direkt ans Meer. 

So konnten wir einige km einsparen (war ja so geplant), uns etwas erholen und die Promenade genießen. 

Geändert hat sich auch die Provinz: sind nicht mehr im Baskenland,sondern in Kantabrien (Anmerkung:Grün-Weiß sind die Fahnenfarben) Castro Urdiales ist 3. größte Stadt Kantabriens,hat 3 verschiedene Strände. 

Hier befindet sich der bedeutendste Gotikbau der Provinz und die Altstadt wurde 1978 zum historischen Ensemble erklärt.

 

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Tag 9 – 18. Juni 2014 - Castro Urdiales nach Liend

 

 

 Buon Díaz amigos 

Die heutige Etappe war landschaftlich sehr schön. 

So haben wir uns den Küstenweg vorgestellt. Hohes Gras, Olivenbäume, niedere Steineichen - plötzlich wieder traumhafter Ausblick aufs Meer. 

Heute war nur ein höherer Berg. Auch dieser hat uns gefallen, denn zeitweise gab es nur Eukalyptuswälder. Oben waren Almen mit Pferden und Kühen. 

Die Herberge in Liendo ist sehr schön und ziemlich neu. 

Detail am Rande: Christine hat ihre erste Blase - hoffentlich auch die letzte 

Adios, bis zum nächsten Etappenziel!

 

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Tag 10 -Liendo bis Santander

 

 

Heute haben wir die 200 Wander-km-Grenze überschritten!! 

Bevor es aber soweit war, gingen wir anfangs wieder durch einige Bergdörfer. Dann der Blick auf die Bucht von Laredo. Mehr als 5 km ging's direkt am Strand entlang bis ans Ende der Landzunge. Sandstapfen hat auch seinen Reiz. Mit einer kleine Fähre setzten wir nach Santoña über. 

Eine nette Fußgängerzone führte durch den Ort, am Nationalpark vorbei, entlang dem größten Gefängnis von Kantabrien, hinaus zum Strand Playa Berria, ausgezeichnet mit dem besten Wassergütesiegel. 

Die einzige, wirkliche Bergwertungen war eine Kletterpartie am Ende der Bucht, die mit einem traumhaften Blick auf 2 Sandstrände belohnt wurde.  Wieder ging's am Strand entlang. Müde und hungrig kamen wir in Noja an.  Mediterranes Menü war genau das Richtige.

Nachdem wir genug gewandert waren, stiegen wir in den Bus bis Santander, der Hauptstadt Kantabriens. Nach dem "Restaurieren" in der Herberge besuchten wir noch die Kathedrale und die Altstadt.

 

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Tag 11 – 20. Juni 2014 Santander - Santillina

 

 

 

Die heutige Etappe war mehrgeteilt: 

a) Anfangs Großstadt Santander mit Lärm, Autos, vielen Leuten 

b) ländliche Gegend mit allerlei Kleinvieh (Ziegen, Schafe, jede Menge Hunde) 

c) mit der Schmalspurbahn gefahren 

d) Hügel auf und ab hat sich dann etwas gezogen – einzige Abwechslung die verschiedenen Kühe oder Pferde! 

Belohnt wurden wir mit dem Etappenziel Santillana del Mar!! 

Die spanische Ausgabe von Rothenburg ob der Tauber (wer’s nichtkennt: deutsche Kleinstadt mit mittelalterlichem Kern, Stadtmauer und Fachwerkshäusern). 

Wir wohnen heute in einem davon (Tipp in unserem Reiseführer). 

So stellt man sich auch die typisch spanische Einrichtung vor. Haben wieder bestens gegessen, genießen heiße Schokolade und warten unser erstes Gewitter mit Hagel ab. 

Liebe Grüße nach Wien.

 

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Tag 12 - 21. Juni 2014

 

 Bei der heutigen Etappe war für jeden etwas dabei:Für die Wanderer: landschaftlich wieder sehr schön, am Ende Blick aufs Meer und schöner Strand  Für die Freunde des Radsports  (Gibt ja mittlerweile viele FdLs): 

Sind heute zu einem Abschnitt der Vuelta (spanische Radrundfahrt) dazugekommen - Volksfeststimmung im Dorf . 

Für die Kulturfreunde bzw Traditionsbewussten:

Hier in Comillas ist an diesem Wochenende Mittelalter- und Folklorefest 

Für die Kunstinteressierten und Studierten: 

Comillas ist eine große Universitätsstadt mit wunderschönem Gebäude oben auf einem Hügel und im Park neben dem Palast steht ein von Gaudi entworfenes Haus. 

Liebe Grüße nach Wien  

Christine und Karin

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Tag 13 – 22. Juni 2014 

 

 Von der schönen Stadt Comillas ging's weiter über eine der längsten Brücken (28 Bögen) in den ehemaligen Fischerort San Vincente de Barquerla. 

Es hat schon einen gewissen Reiz, wenn man beim Ausblick gleichzeitig das Meer und im Hintergrund schneebedeckte Berge sieht. 

Nach einer eher unfreiwilligen Stadttour kamen zur Abwechslung wieder mal viele Steigungen, Abstiege, Hügel ... 

Hat sich ziemlich gezogen. Ging den anderen Pilgern ähnlich. 

In Unquera überquerten wir den Fluss und waren ab da in Asturien!  Also wieder einen Abschnitt näher nach Santiago. 

 

Detail am Rande:  

Christine's "Blase der Nation" hat 2 Mitstreiter bekommen und sie verhandeln über den linken Fuß.  

Meine Nase fährt ein bisschen aus der Haut.

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Tag 14 – 23. Juni 2014

 

Hola aus Aviles!! 

Heute die 300 Wander-km-marke überschritten!!!! 

Mit einem Abstecher in die asturische Hauptstadt Oviedo begannen wir den Tag. 

Man hätte auch die Wahl , den "camino primitivo" ab hier zu gehen. (Für Pilger-Einsteiger eine ideale Möglichkeit - knapp 350 km nach Santiago) (für diese sicher mal machbare Variante werden noch keine Anmeldungen angenommen) 

Beim Wandern durch die Landschaft entdecken wir auch interessante Objekte bzw Gebäude - wir wissen nicht genau, wofür die sind, nehmen aber an, als Vorrats"schuppen" 

Heute machten wir unserem Pilgerdasein alle Ehre: 2 gute Taten an einem Tag; 

A) Zuerst suchte ein junger Mann seinen  entlaufenen Hund - wir haben ihn gefunden 

B) ein alter Mann war gestürzt, wir haben ihn aufgehoben, gestützt, und der Frau übergeben 

Detail am Rande: 

Christine wechselte zu den Sportschuhen, wollte Wanderschuhe schon im Wald aussetzen - aber noch wurden sie eingepackt

  

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Tag 15 -  24. Juni 2014

  

Der heutige Relaxtag hatte mehrere Gründe: 

A) ..um Christine's Blasen bisschen Erholung zu geben 

B) ..weil es im Reiseführer als nicht sehr schöne Strecke beschrieben wurde - haben dann auch gesehen, dass der Großteil des Caminos entlang der Straße führte  

C) es war bedeckt und begann auch noch zu regnen 

 

Wir haben also gemütlich Aviles besichtigt, am Hauptplatz Kaffee Americano getrunken und dann den Bus bestiegen. 

Wir lernten 4 ältere Leute aus Seattle bzw Aachen kennen, die in Aviles bzw Cadavedo den Camino beginnen. 

Sind jetzt in Luarca, einem netten Fischerort an den Bergen. 

Adios!

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Tag 16 – 25. Juni 2014

 

 

Ergänzung bzw Aufklärung zu Bericht vom 23.6.2014 bezüglich der Vorrats"schuppen":

 

Es sind tatsächlich, in Asturien und Galizien traditionelle Speicher, sogenannte Hórreos: frei stehend mit einem Unterbau aus meist Steinfüßen und großen Steinscheiben - diese bilden einen Überhang, der für am Boden lebende Tiere (Mäuse, Ratten) schwer zu überwinden sein soll. Luftschlitze sorgen für gute Durchlüftung. 

Die heutige Etappe über 32,5 km war schön, aber nix sensationelles! Neue Abwechslung: haben ganz legal die Bahn überquert Von Luarca über Navia, wo der gleichnamige Fluss ins Meer fließt, durch viel Landschaft mit "gesunder Landluft" ging's nach La Caridad. Einige Höhenmeter, aber diese haben an Schrecken verloren. 

Buenas tardes!

 

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Tag 17 - 26. Juni 2014

 

Heute ging's von La Caridad über die Meeresvariante (über Tapia) Richtung Westen. 

Nachdem wir uns heute vom Atlantik verabschieden mussten (erst in Fisterre treffen wir wieder auf ihn), haben wir uns für diese Tour entschieden.  

Diese Etappe war sehr angenehm: toller Meerblick und wir kamen gut voran. 

Vor Ribadeo überquerten wir die über 600 m lange Brücke und nun sitzen zwei mutige, mit übernatürlichen Kräften gestärkte Wiener Mädels, die dem Camino täglich Widerstand leisten, in diesem kleinen, galizischen Dorf an der Küste.

(...Sonst geht's uns gut ..) 

Daher buenas Díaz und Hasta  luego atlantico

 

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Tag 18 - 27. Juni 2914

 

Vorweg: Die 400 Wander-km-Grenze überschritten!!!! 

Heute fuhren wir bei leichtem Nieselregen unsere letzte Bus-Etappe von Ribadeo nach Abadin. Von nun an wird jeder einzelne km gegangen.  

In Abadin stärkten wir uns mal richtig beim Frühstück und dann ging's über nette Wegabschnitte Nach Vilalba. 

Wir sind gut im Plan und haben nur noch ca 123 km zu gehen. 

Detail am Rande:  

Christines Blasen geht es bedeutend besser und die Wanderschuhe dürfen wieder weitergehen (letzte Chance) Sind heute in einer moderneren Herberge! 

Liebe Grüße

  

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Tag  19 – 28.6.2014

 

 

 

Mit Dauerregen (eigentlich schüttete es) begannen wir heute die Etappe. Nach 9 km ließ der Regen nach. Unsere Ausrüstung, sprich Regenschutz für Rucksack und Person, waren super und hielt alles trocken. 

Allerdings das Verhältnis zwischen Christine und ihren Wanderschuhen hat sich drastisch verschlechtert, denn aus den Goretex-Schuhen quatschte das Wasser. 

Wir kamen trotzdem gut voran und haben die vorgeschlagene Etappe verlängert. 

Kurz nach Baamonde passierten wir den symbolträchtigen, 100km-Stein (diese Distanz müssen Pilger mindestens gehen, damit die begehrte Compostela = Pilgerurkunde ausgestellt wird). 

Wir wanderten über wunderschöne Wege und durch moosbedeckte Wälder mit Riesensteinen, sozusagen die "spanische Blockhaide" bis nach Miraz. 

Es fehlen nur noch ca 87 km. Drei Etappen haben wir noch, geht sich also wunderbar aus. 

Santiago, wir nähern uns! 

Adios!

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Tag 20 – 29.6.2014

 

 Christine's Schuhe mussten sich in der Herberge von ihr verabschieden!! Aus und vorbei, sie sehen Santiago nicht! 

Heute ging's bei sehr kühlen Temperaturen, aber mit Sonne, weiter durch die Heide. Schönes Licht, angenehmes Wandern. 

Leider zogen ab Mittag dunkle Wolken auf und wir mussten die letzten Kilometer wieder mit Regenschutz absolvieren.  Sind jetzt nur noch ca 60 km von Santiago entfernt und gut in Sabrado angekommen.  

Heute schlafen wir im Kloster (...soweit sind wir schon....) mit einer großen, leerstehenden Kirche. Am Hauptplatz war ein Fest anlässlich St.Pedro ( 29.6. Peter/Paul)  

Liebe Grüße nach Österreich

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 Tag 21 - 30. Juni 2014

500 Wander-km erreicht!!!!! 

Bevor es soweit war, marschierten wir vom Kloster Sobrado zügig durch die Landschaft.

Laut Reiseführer sollten wir in Arzúa auf den Pilgerstrom vom Camino Frances treffen, noch ist uns nix aufgefallen. 

Wir haben nur immer wieder zwei Frauen aus den Niederlanden getroffen, die mit uns seit 3 Etappen die gleichen Herbergen teilen. 

Am Nachmittag hatte ich (Karin) einen kleinen Sturz - bisschen Nasenbluten und leichte Abschürfung, sonst ist nix passiert ( soll ich gar nix zu leiden haben?! - laut Christine keine Minuspunkte bei der Naturschönheit) Eine Taverne mit eigenem Pilgerbier half über den kurzen Schock und so sind wir sicher in Salceda angekommen. 

Morgen werden wir die letzten ca 25 km gemütlich nach Santiago spazieren!!

 

Buon camino!!

 

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Tag 22 - 1. Juli 2014

 

 

Heute Nachmittag hat mich folgendes SMS erreicht:

 

14:46 stehen vor der Kathedrale !!!!!

 

*** 

Santiago erreicht!!!!! 

Aber alles der Reihe nach: 

Von Salceda ging es mit immer wieder mal Regen (Regenschutz rauf, runter - dann angelassen) ziemlich zügig voran. Ein paar Hügel waren wieder dabei, aber das ist ja kein Problem mehr.  

Der große Pilgerstrom blieb aus, statt der 2-3 täglichen Pilger, sahen wir halt 15-20.Wir wanderten beim Flughafen vorbei und dann ging's konstant hinauf zum Monto de Gozo = Berg der Freude. 

Da wir scheinbar die Erzählungen der erfahrenen Pilger bzw die Beschreibung im Reiseführer falsch interpretiert hatten, waren wir eher enttäuscht, die Kathedrale nicht von dort oben zu sehen. 

Da es km-mäßig nicht mehr weit sein konnte (wir wären soundso weitergegangen), marschierten wir guter Dinge bergab und direkt auf die Stadt zu. 

Auch da mussten wir noch geduldig sein, denn vom Ortsschild bis zum ersten Blick auf die Kathedrale verging einige Zeit. Dann noch viele Ecken, kleine Gassen und endlich - vor der Kathedrale. 

Glücklich, froh und stolz machten wir Fotos und gemeinsam gingen wir in Kirche. 

Geschafft !!!! 

Beim Pilgerbüro holten dir dann unsere Compostela. Bekommen einen Ehrenplatz. 

Abends ging's dann noch in die Pilgermesse. Wenn man dann hört, dass wir an diesem Tag die zwei einzigen Österreicher (die eintreffenden Pilger werden länderweise aufgezählt) waren, macht das stolz!!! 

Aber auch ein Gefühl der Faszination, wenn man sieht, aus wie vielen Ländern bzw Kontinenten es die Menschen hierher zieht. Und alle sind auf ihre Weise bzw aus welchem Grund auch immer glücklich, erfreut und erleichtert. 

Wir hoffen, den Lesern ein bisschen das Pilgerleben näher gebracht zu haben - erleben sollte man es einmal! 

Vielen, herzlichen Dank für das Interesse und vorallem die Zusprüche in allen möglichen Formen! 

In diesem Sinne:  Muchos Grazias und buen camino !!

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 ***

 

Karin und Christine haben uns mit ihren täglichen Berichten voll in Spannung gehalten.

Wir sind froh und glücklich, denn sie sind gesund in Santiage di Compostela angekommen.

Wir freuen uns auf Eure persönlichen Berichte

 

Für den ganz neu kreierten "Wander-Ultra" bin ich auf Namenssuche.

In Anerkennung der Leistung der beiden  schlage ich fürs erste "JaKo" vor ...

 

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