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6-Stundenlauf Schwechat – ein Tombolagewinn!?!           

Bericht von Ricchi                 

Vor einem Jahr um diese Zeit konnte ich mir nicht vorstellen, jemals einen 6Stundenlauf zu absolvieren. Doch dann ging ich frohgemut und nichts Böses ahnend zum Saisonausklang der Lauffreunde. Ich, der sonst nie etwas gewonnen hat, habe bei der Tombola das unglaubliche Glück gehabt, den Gutschein für das Nenngeld des 6-Stundenlaufs zu gewinnen.

Ich dachte, ich falle aus allen Wolken. Was tun? Eines war aber klar: die Blöße, den Gewinn einzutauschen, wollte ich mir sicher nicht geben! Also da muss ich dann wohl durch!

Zur Vorbereitung bin ich dann unter anderem auch öfters auf den Kahlenberg gelaufen – auch etwas, das ich mir ein Jahr zuvor nicht vorstellen konnte. So schnell kann‘s gehen.

Schließlich rückte der 6. Oktober immer näher und endlich war es so weit. Ich starte mit dem Ziel, einen Marathon in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Anfangs lief auch alles nach Plan und ich war fröhlich auf der Strecke unterwegs.

Bei Kilometer 15 kam dann der „große Hammer“. Gerechnet habe ich ja schon damit, aber jetzt schon… Meine Laufkolleginnen von der Staffel „die Schweißperlen“ haben meinen Zustand ziemlich rasch erkannt. Jede von Ihnen hat mich so manche Runde begleitet…

Dann hat Birgit von Wolfgang die Info erhalten, dass ich Suppe essen soll, ich hätte vermutlich Salzmangel. Also hat mir Birgit einen Teller Suppe in die Hand gedrückt und mir zwischendurch Brot in den Mund gesteckt, geleichzeitig wurden meine Waden mit kaltem Wasser abgeduscht und mir auch Gel gereicht. Ich hatte in dieser Pause vier Betreuerinnen. Das einzige was mir ein wenig Leid tut: Ich konnte das Ganze nicht wirklich genießen. ;-)

Danach ging es mir wieder kurz besser, aber ich begann mit meinem Schicksal zu hadern, da ich anscheinend mein Ziel nicht erreichen würde. Eine Begleitung durch Martina habe ich abgelehnt, da ich mit meinem Zorn und meiner Niedergeschlagenheit alleine sein wollte.

Kurz darauf kam dann die innere Stimme: Bist Du eigentlich wahnsinnig? Es kühlt ein wenig ab, die Strecke ist schon ein wenig im Schatten, laufe und gehe jetzt einfach drauf los und genieße die Atmosphäre. Nach dieser Erkenntnis kam ich wieder bei Monika vorbei und rief „Aus!“ Monika (Gschwindl) dachte ich wollte aufgeben, doch ich sagte: „Aufgeben, nicht die Spur aber ab jetzt möchte ich die Stimmung hier genießen und laufe einfach drauf los“.

Als dann auch Marie an die Strecke kam, war das ein weiterer Motivationssprung. Und zum Schluss stellte sich heraus, dass ich 41,6 km gelaufen bin. Das Ziel war zwar nicht ganz erreicht, aber das hat mich nur sehr kurz (30 Sekunden) gestört.

Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass der 6Stundenlauf unbedingt ein Hauptgewinn und eine Bereicherung für mich war. Ich hatte vor allem gegen Ende(!) so viel Spaß und Freude, dass ich dieses Erlebnis nicht missen möchte. Auch die Erfahrung, dass mich die Lauffreundinnen so großartig aufgefangen, unterstützt und umsorgt haben, möchte ich nicht missen. Nochmals „Danke“ dafür.