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KURZBERICHT für Eilige die kaum Zeit haben

100 km Steyr

von Peter Hofbauer

um es lateinisch auszudrücken, ich bin hingekommen, bin durchgelaufen und bin heimgefahren (mit Schmerz und Stolz)

100 km Steyr LANGBERICHT (wenn man ein Snickers dabei hat): oder Was man bei einem LANGEN Lauf beachten sollte:

BEKLEIDUNG: NO NA nackert geht ja kaum bzw. läuft auch nicht

Aber wenn für Samstag schon Tage vorher gesagt wird, dass es bewölkt und Sonnenschein bei 16 Grad kriegt, packt man kaum ein Thermogwand ein.

SCHWERER Fehler: Handschuhe und Haube waren beim Start für mich schon verpflichtend, Ärmlinge auch gleich mitangezogen, was weiß man, wenn’s wärmer wird, kann man es ja ausziehen.

Also man läuft und freut sich des Lebens, weil man gleichmäßige dahin läuft und sich den Wettkampf aus der Aktivenzone anschauen kann. Man feuert und muntert die Mitläuferschaft an und man selbst ist auch gut drauf.

JA wirklich die Sonne kommt zwischen den Wolkendecken hervor und knallt einem auf den Kopf, dass man bei jeder Runde dann die Haube abnehmen möchte. (Ärmlinge und Handschuhe bereit in Rückentasche verstaut. Haube dann runter, Handschuhe und Ärmlinge weg und Kappe rauf.

Weiter geht es. (siehe auch BETREUUNG und EINSTELLUNG)

SCHUHE: JA -> warum: der Mücke rennt auch ohne?

Tja die Schuhe sollten eingelaufen sein und so weiter bla bla.

Stimmt alles, aber wenn die Lieblingspatscherl auf einmal zu drücken anfangen und noch an einer Stelle die als weichste empfunden wird, hat es was. Wenn ich anfing langsamer zu laufen oder zu gehen tat es weh (Eigentlich genial für einen 24 Stundenlauf – sobald man schwächelt schmerzen die Schuhe zum Weiterlaufen – bitte Patentanmeldung!)

Hilft nix rein in Box und die Slicks gegen die Intermediate wechseln.

Das Loslaufen war dann schon komisch ( ja weil auch keine geheizten Decken über die Schuhe gelegt wurden ) weil auf einmal waren klobige Dinger auf den Beinen.

VERPFLEGUNG: Von Nix kommt nix

Ich bin ja schon ein großes Buberl und weiß schon was mir gut tut und wenn ich Durst oder Hunger verspüre, sucht man das Buffet auf und bedient sich nach Herzenslust.

So spricht der wahre ANFÄNGER. Essen ist immer so eine Geschichte aber diesmal hab ich zu wenig beim Buffet zugelangt oder auch, ich konnte mich nicht so recht entscheiden, jetzt Bananen mit Florentiner oder doch Brot mit Aufstrich oder Erdäpfel mit Sauce, Nudel wären auch net schlecht, na ja eine Suppe aber um diese Tageszeit,……

BETREUUNG: Ich lass mir doch eh was sagen, wenn ich Recht hab?

Eine Betreuung ist grade bei etwas längeren Läufen viel wert. Monika versuchte einem halsstarrigen Läufer doch etwas Gutes zu tun, mit dem Effekt ES WURDEN LANGE KILOMETER für ihn – Ätsch selber Schuld!!!

Obwohl ich gerade beim Ultra gerne viel esse und trinke. In Steyr hab ich darauf vergessen und das bei kurzen Runden – also keine Energie zum entscheidenden Moment.

Aber auch Einfältige werden belehrt. Als dann das Wetter eher in den Winterbereich driftete (mein absolutes Lieblingswetter es fängt zu schütten an [es soll sogar geblitzt haben] der Wind bläst einem um die Ohren und die Temperatur klettert in die falsche Richtung) nahm ich dann doch ein trockenes Leiberl von Monika entgegen, weil den Wettkampf erfroren zu beenden macht keinen guter Eindruck, noch dazu wenn man für den Verein startet.

EINSTELLUNG: Ist Einstellungssache hätte Konfuzius nicht besser sagen können.

Ein Läufer versucht immer an sein Limit zu gehen und Grenzen zu überschreiten. 100km zu finishen ist auch nicht jedermanns Sache.

Noch dazu wenn die Zeitnehmung nicht wirklich die Zeit und Runden nimmt, das Wetter besch…. eiden ist, du kaum noch Kraft hast, es zu zwicken und schmerzen anfängt und der Kopf meint im Trockenen nach einer warmen Dusche mit einem Bierchen und warmen Essen besser aufgehoben wäre, und so weiter und so weiter; man kennt ja alle Krisen.

Was hält einen da auf der Strecke? Der Wunsch auch eine Finisherfahne zu schwingen, auch wenn sie dann bei Dunkelheit keiner mehr sieht, weil keiner mehr auf der Strecke ist, und die Veranstalter schon seit einer halben Stunde wegräumen.

Eine Medaille, die wahrscheinlich genau so aussieht wie die x beliebigen die man schon zu Hause gehortet hat.

Keine Ahnung, was wirklich der genaue Grund war, vielleicht weil es dann doch nur

x-Runden bis zum Schluss waren.

EGAL- das macht sich jeder mit sich selbst aus.

UHR: Wozu – Loslaufen und bei Zielflagge aufhören

JA sicher- bei 73 Runden zählt man auch brav mit (Ich verzähl mich meistens schon bei vier und erst bei 73) Wenn man also JEDE Runde die Zeit stoppt, hat man nachher zumindest einen besseren Argumentationsstand , weil in Steyr gingen die Uhren anders.

Wäre Monika nicht wie ein Haftelmacher dahinter gewesen, hätte Pauline noch heute die Runden wie ein Uhrwerk gezogen– ach ging ja nicht -> bei mir wurde ja schon abgebaut.

Eine Uhr samt Betreuer kann da sehr nützlich sein (haben dann andere Läufer leider auch feststellen müssen)

FAMILIE der ULTRAS: Mir reicht schon meine eigene Familie do muss ich net no a a Ultra werden

Die Laufgemeinschaft ist klein, aber dadurch kennt man sich und man diskutiert und plaudert und lebt in großer Achtung und Anerkennung zueinander. Man muntert sich auf, spornt sich an und alles in freundschaftlichem Ton.

Und ganz geil ist es, wenn ein Frischling wie ich dann nach fast 12 1/2 Stunden - begleitet von Monika, die die Hoffnung auf meine Vollendung der Laufstrecke nicht aufgab – endlich ins Ziel kommt, zum Lokal der Siegerehrung hinwatschelt (Siegerehrung ist mindestens 1 vorbei) die Tür aufreißt, vom Wetter ausgefroren, patschnass und verloren mit seiner Fahne dann dasteht, einen Platz sucht und auf einmal die Menge zu johlen und applaudieren anfängt und man merkt, dass es die Anerkennung für mich ist, dass ich es doch geschafft habe.

FREUDE:

JA Freude ist es, wenn trotz letztem Platz der Altersklasse, vorletzter des Klassements, die Veranstalter und die Teilnehmer einem zu verstehen geben, dass sie diese Leistung hoch achten. Tja ich habe leider keinen Pokal erhalten (vergiss es Junge, da müsst ich alle anderen erschießen) aber die Hochachtung habe ich von allen und wenn das keine Wertschätzung für so einen Bewerb ist, tja dann weiß man auch, warum man mehr als 42,1 km rennt.

WEIL ES GEIL IST!