Herzlich Willkommen
Freunde des Laufsports Austria
 Lauftreff jeden MO und DO
Treffpunkt 18:25 h - Prater Hauptallee—Stadionparkplatz

24h Irdning

7./8. Juli 2012

Dieses Sammelsurium wird laufend mit Berichten ergänzt !

 Heinz(i):

Abenteuer 24-Stunden-Lauf in Irdning

Einen Geburtstag zu feiern, und als Geschenk 24 Stunden im Kreis laufen. Dieses Geschenk kann man sich nur selbst machen.

Gesagt getan, an meinen 45ten Geburtstag begann das Abenteuer Irdning.

Aus einem umfangreichen Trainingspensum (Kahlenberg, Beethovengang, Greifenstein) und voll motiviert, kamen wir in Wörschach an, bezogen unser Quartier und machten uns nach einem guten Mittagessen auf, uns die Startnummer zu holen. Natürlich wurde eine genaue Besichtigung des Rundkurses vorgenommen. Ein nicht allzu schwerer Rundkurs mit vielen Richtungswechseln, mit einem kleinen „Kahlenberg“ – wie ich es einmal nennen möchte. Der kleine „Kahlenberg“ – nach der Hälfte der Zeit wirkte sich die Steigung für mich so aus, dass man ihn nicht mehr richtig laufen konnte.

2 Labstellen, Bierzelte, überall hörte man Musik – also ein richtiges Volksfest wurde in Irdning aufgezogen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen und einer eher unruhigen Nacht, begann der Aufbau unseres Zeltes wo unsere „FREUNDE DES LAUFSPORTS“ sich zahlreich einfanden. Als wir nach getaner Arbeit und der Läuferbesprechung uns auf den Weg zum Start machten, begann ich schon kribbelig zu werden. Was würde mich erwarten – 24 Stunden in Bewegung zu bleiben, für mich unvorstellbar (wobei ich bereits 64 km in einem Stück gelaufen bin).

Endlich der Start!

Christian, Micheal, Sabine und ich liefen wie besprochen einen Schnitt von 6,30 min/km. Ein gemütliches Tempo. Wir spulten Runde für Runde herunter.

Das Wetter spielte natürlich schon eine Rolle. Am Anfang war es sehr heiß, was Sabine zu spüren bekam. Dann ein aufziehen der Wolken. Ein Gewitter mit einem nicht enden wollenden Regenguss. Das war für mich der Moment wo ich fragte „Warum“?“, „Wieso?“ Wenn man bei der Startlinie vorbei kommt und sieht, dass die Zeit nicht wesentlich verstrichen ist und noch 17 Stunden zu laufen sind …. Das ist sehr hart!

Ich versuche mich selbst abzulenken, die Musik, die vielen Fans und unsere tolle Mannschaft – die sich um uns wunderbar gekümmert haben.

Der Regen hörte auf und endlich konnte ich aus den nassen Kleidern raus. Dann dachte ich mir, dass ich mich für eine Stunde ausruhen könnte. Natürlich hat das Kurt mitbekommen. Mehr brauchte ich nicht – ich soll in Bewegung bleiben, ja nicht aufhören – Kurt hat pausenlos auf mich eingeredet (was ich mir gedacht habe, bleibt mein Geheimnis), aber er hatte recht behalten! DANKE KURT!

Es ist wirklich schwer so einen Bewerb durchzuziehen, alleine die Nacht durchzulaufen – Runde um Runde. Als Judith zu mir sagte: „Heinzi, weist du eigentlich wie spät es ist?“ „Nicht wirklich!“ – sagte ich. Es war schon 03:00 Uhr morgens – IRRE – noch 11 Stunden. Dann stellten sich natürlich die Gehfasen ein. Aber durch die Betreuung unserer Mannschaft, welche für mich natürlich ein wesentlicher Bestandteil war, wurde das unmögliche möglich. Meinen allergrößten Respekt für die Betreuer. DANKE! Das zeichnet uns eben als Mannschaft aus.

Motivierend für mich war, als die ersten Läufer in der Früh aus den Zelten kamen, die Sonne aufging und wir den ersten frischen Kaffee zu uns nahmen.

Kreißlaufmäßig hatte ich keine Probleme, die Kraft der Beine ließ jedoch nach, was natürlich mentale Folgen für mich hatte. Meine Runden zogen sich hin, und hin und hin. Aber durch die gute Unterstützung von Christine (sie begleitete mich und brachte mich dazu, noch die eine und andere Runde zu Ende zu laufen bzw. zu gehen) DANKE!

Bis zu 22 Stunden war ich in Bewegung, dann ging gar nichts mehr.

Stolz bin ich schon auf mich. Ich hätte es nie für möglich gehalten 133,9 km zu schaffen. Und – durch die Glückwünsche meiner Lauffreunde bekam ich einen unglaublichen Motivationsschub.

„WIR SIND DIE „FREUNDE DES LAUFSPORTS

Ps.: Ein Geheimtipp noch – wer in den Wörschacherhof einkehrt, sollte die Cordon Bleau probieren. Die sind echt lecker – mmmmmh.

 

****

 

Julie:

ICH - ULTRA ???

Tja , Monika hat schon ziemlich alles adressiert in ihrem Bericht über unseren 24 Stunden Lauf und zwar in einer so grandiosen Art, dass ich nicht mehr viel dazu zu berichten habe. Vielleicht ein paar Details noch, in gemischter Form, die uns eine Freude gamacht  haben:

- Mein Nenngeld: als wir unsere Startnummern geholt haben, hat mich die Dame der Ausgabe gefragt: "Staffel?". Ganz stolz und entschieden kam meine Antwort: "nein, einzel!". Allein fuer diesen Moment war es mein ganzes Nenngeld wert!
 
- Meine Fuesse: Ich war total beruehrt, das so viele Leute sich ueber den Zustand meiner Füße vor und nach dem Lauf informiert haben. Mein Fußblasenproblem ist mittlerweile weit bekannt und ich kann nur sagen: Moni und Kurt, diese Plattform (web seite) von FdL funktioniert hervorragend!
 
- Meine Monikas: Moni und ich waren die ganze Zeit zusammen auf der Strecke bis sie duschen gegangen ist (bei ca. 60km war das, nachts). Ich konnte nicht stoppen weil ich wusste, nach einer Pause wuerde ich nicht mehr starten. Vor allem, nach dem 4ten Schuh Tausch (endlich in meinen Asics die meine Fueße geschont haben so gut sie es konnten) habe ich gewusst es waere unmoeglich nach dem Duschen meine Laufschuhe wieder anzuziehen. So, da bin ich, ohne meine Moni, auf der Strecke, in der Nacht. Es geht weiter, aber ich muss sagen, allein weiter zu gehen hat mir etwas Sorgen gemacht. Ich fuerchtete das ich dann zu sehr an meine Blasen denke wuerde, die sich schon ab km 35 manifestiert hatten... Und dann, in meiner ersten Alleinrunde, bei der "kleinen Labestation" nah beim Billa, geht eine andere Dame neben mir. Ich bekam ein Geschenk: eine neue Monika! Sie war auch gehend unterwegs. Wir hauten uns ein Stueck Banane und ein Glas Wasser in die Ruestung und fingen zum plaudern an. Sie war schon einmal als Einzelstarterin in Irdning, hatte das letzte mal 99,7km (!) geschafft. Sie hatte gerade ein Tief. Ich sah es als meine Mission sie zu motivieren weiter zu gehen und das wir das zusammen machen wuerden. Das war fuer mich, Moni-los, auch eine tolle Unterstuetzung. Wir haben mein Tempo genommen, das etwas schneller als ihres war. Ohne es zu merken hatten wir 10 Runden (oder waren es 10 km?) gehend absolviert. Dann haben wir uns einen Masseur gegoennt. Himmlisch! Und weiter geht's. Also, ich bin fremd "gegangen" und habe die Nacht toll mit meiner neuen Monika verbracht die auch ein Support Lager hatte, welches sie mit mir geteilt hat. Das heisst, ich hatte 3 Basislager (FdL, Wolfram, neue Monikas Lager) auf der Strecke, zusätzlich zu den lieben unterstuetzenden Zuschauern. So gingen die Runden irgendwie schneller, mit dem Gefühl der Geborgenheit. Ca. um 5h00 finde ich meine Moni wieder auf der Strecke und bin mit meinen Monikas gluecklich weiter gegangen. Bei ca. 90km (90km!!!! Bitte, ich kann nicht glauben das es um mich geht wenn ich diese km Zahl schreibe!), hatte ich ein Tief. Ich habe gewusst das ich nach 100km aufhoeren wollte, Ziel erreicht, Ende der Fußquaelerei. Aber diese letzten Runden waren endlos... Moni hatte ich nicht mehr bei mir. Sie war gut drauf und ist schneller voran gegangen. Meine neue Monika war immer noch bei mir und sie war zu dem Zeitpunkt staerker drauf. Sie hat mir die hand gegeben und mich motiviert bis wir mein Ziel erreicht haben  (um 9h20) . Sie ist dann weiter gegangen und hat auch ihr Ziel erreicht, die 100km, 3ter platz in ihrem AK. Bravo! Echt wa h r: zusammen sind wir so was von stark!
- Meine Photos: Es war ein tolles Abenteuer und ich bin dankbar, das ich sowas erleben durfte. Es ist etwas frustrierend weil ich weiss, ich habe die kondition dafuer (sogar fuer mehr). Jedoch wegen meinem Fußblasenproblem ist es fuer mich kristallklar das ich so was nie wieder machen werde. Es wird nur ein Irdning fuer mich geben, das war es. Gestern habe ich meine Irdning Photos auf mein Compi gespeichert. Kann jemand erklaeren warum ich das unter "Irdning 2012" gespeichert habe???

- Mein Verein: FdL ist eine tolle Insel wo sich Sport, Leistung und Kameradschaft in einer harmonischen Balance etabliert/entwickelt haben. Wie die FdL sich gegenseitig unterstuetzen und einfach fuer einander da sind ist gigantisch. Ich moechte mich bei allen die dort waren, und auch nicht dort waren aber e-mails oder sms geschickt haben, bedanken. Es ist wirklich ein steiles Gefuehl, ein Teil davon zu sein. Moni und Kurt, ihr seid Leiwond, weiter so, danke xox
 
****

Michael:

Ich kann mich erinnern, es ist ein knappes Jahr her, das saß ich nach einer Kahlenbergrunde beim Frühstück und schleuderte so in die Runde das ich mir die 24 Stunden nie antun werde .Wie heißt es aber so schön im Leben, meistens kommt es immer anders, als man denkt! Ein Jahr später stehe ich in Irding am Start, lege dort 165 Kilometer zurück, gewinne meine Altersklasse und schaffe sogar das Limit um in die österreichische Meisterschaftswertung zu kommen und werde mit der Mannschaft noch Zweiter. Wir haben heuer in Irding alles erlebt was man sich vorstellen kann aber auch nicht, was mich aber wieder unheimlich berührt hat und auch beeindruckt hat, war wieder unser Teamgeist und unsere Werte für die wir Freunde des Laufsports stehen. Für tolle Kameraden die uns rund um die Uhr betreut haben, die uns begleitet haben wo es uns schlecht gegangen ist, die bei Regen an der Strecke nass wurden um uns Getränke zu reichen, die Staffelläufer die nicht daran gedacht haben, sich wenn sie Pause hatten auszuruhen sondern die freie Zeit genutzt haben um für uns Einzelläufer da zu sein, liebe wert geschätzte Kollegen, nein ich sage Freunde, ich verneige mich in Ehrfurcht vor Euch! Ihr seid super und das Beste was mir in meinem Leben passieren konnte! Ich gratuliere abschließend all unseren Athleten zu ihren großartigen Leistungen und ich bin mit diesem Wochenende eine Erfahrung reicher geworden.


Bis bald!

Eurer Michael

****

Pauline:

Irdning war wieder ein Riesenerlebnis für mich, auch wenn ich mein Ziel leider nicht erreicht habe. Daher freue ich mich umso mehr für alle "Neueinsteiger" und "alten Hasen", die wirklich tolle Leistungen erbracht haben. Besonders freut es mich, dass viele Blut geleckt haben und weiterhin bei diesen unmöglichen Events mitmachen werden (auch wenn sie es zur Zeit noch bestreiten!). Vielen, vielen Dank für die Unterstützung - der Zusammenhalt in unserem Team war wieder enorm!! Alleine dafür lohnt es sich dabei zu sein. Ich werde nicht aufgeben und freue mich schon wieder mit euch gemeinsam ein derartiges Event erleben zu dürfen. Diesmal verabschiede ich mich mit Kurt`s Logo: G´sund bleiben und viel Spaß beim Laufen!

Eure Pauline

****

Markus

Liebe Leute!!! Ich wollte mich für die Unterstützung und auch aufmunternden Worte von euch allen bedanken! Ich habe es schon einige Male erwähnt, aber dieses Wochenende war das schlimmste was ich je gemacht habe. Ich habe wirklich schon einigen "Blödsinn" gemacht, aber 100km zu laufen, macht einfach keinen Spaß :-)

Ich bin wirklich froh, dass es vorbei ist :-) mein allergrößter Respekt vor all den anderen Einzelstartern und selbstverständlich auch vor allen Staffelteilnehmern, die sich wieder bestens geschlagen haben und permanent auf das Wohl der Einzelstarter geachtet haben!

Ich bin noch immer am Wunden lecken und befürchte, dass das nicht ganz so schnell wieder weggehen wird, aber es ist ein schönes Gefühl ein Ziel erreicht zu haben.

Braucht jemand Laufschuhe? Ich habe einige Paare zu hause die ich die nächsten 77 Jahre nicht mehr brauchen werde :-) Laufen ist glaub ich nix für mich!

Schönen Tag noch euch allen, und noch einmal, herzlichen Dank für die Unterstützung!!!

@ Monika --> dir ein ganz spezielles Danke und fettes bussi für die letzten 3 Runden!!!!

Hochachtungsvoll, euer Fahndi