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Ötschermarathon 16. Juni 2012

Bericht Alexander Karas

 

Am Freitag, den 15. Juni 2012 machten sich meine Familie und ich auf den Weg zum Ötscher, da am 16 Juni 2012 der Ötschermarathon auf dem Programm stand.

Grundsätzlich meldete ich mich Wochen zuvor euphorisch für den Ultra-Marathon mit den Eckdaten: SA 50 km und 1800 hm sowie SO 20 km und 1200 hm an. Doch in Anbetracht der Wettervorhersagen und kleiner Wehwehchen musste ich mein Anspruchdenken Ultra-Marathon jedoch zurückschrauben und ich entschied mich bereits im Vorfeld am Sonntag nicht zu starten. So nahm ich mir ein wenig Druck und versuchte die 1. Etappe am Samstag zu „genießen“. Da bei diesem Lauf die Naturparks des Ötscherlandes durchquert werden, galt es für mich die herrliche Landschaft aufzusaugen.

Start war im Lackenhof um 09 00 Uhr. Hier war es noch angenehm „kühl“ und die Luft noch „feucht“. Doch mit Fortdauer des Rennens wurde die Hitze immer unerträglicher und spätestens ab Kilometer 30 war für mich Schluss mit lustig. In den Hinteren Tormäuern sowie in den Ötschergräben brannte die Sonne unbarmherzig vom Horizont. Darüber hinaus hatte ich hier bereits über 4 Stunden in den Beinen und die ausschließlichen Bergauf – und Bergabpassagen setzen mir sehr zu. Blasen kündigten sich an, die Fußsohlen brannten, die Fersen schmerzten, erste Anzeichen von Muskelkrämpfen und und und. Trotzdem wollte ich diesen Lauf unbedingt finishen. So entschied ich mich durchzubeißen und weiterzumarschieren. Denn an einem Lauf im herkömmlichen Sinn war für mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. So quälte ich mich die nächsten 15 Kilometer zum höchsten Punkt des heutigen Tages – den Riffelsattel 1283 m. Ab dort ging es noch 5 Kilometer bergab und die Schwerkraft tat seiniges. So konnte ich diese Hitzeschlacht für mich entscheiden und nach 8 h 04 Minuten hieß es in Lackenhof „JAWOIII“. Den letzten Platz konnte ich darüber hinaus auch erfolgreich abwehren und so wurde ich von 133 Teilnehmern immerhin 125. Herz was willst du mehr. Auch erzielte Sarzi Sartori Igor, welcher ebenfalls für den Laufverein am Start stand und beide Tage bestritt, tolle Finisherzeiten – Hut ab!!!!

Der Ausschreibung dieses Laufes kann ich mich vollinhaltlich anschließen - der zweitägige Ötscher-Ultra-Marathon zählt zu den weltweit schönsten und aufregensten Abenteuerläufen. Das Motto ist auch sehr zutreffend: „DO IT BIG OR DO NOTHING

Alle weiteren Eckdaten sind nachzulesen auf http://www.oetschermarathon.at .

 

Was nehme ich mit von diesem Lauf? ab sofort werde ich mich nicht mehr über die Hitze im Büro beschweren!

Alex

 

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