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Die ersten 100 km in Wien

Bericht Peter Hofbauer

 

Für den Ultralaufcup wurde erstmals in Wien ein 100er gestartet. Nun, nicht nur für die Organisation war es das ERSTE Mal.

Mit kurzer Verspätung liefen wir gegen 06 15 Uhr los. Meine Zielsetzung war: Bestens 11 Stunden irgendwas und die Schlechtestes DURCHHALTEN.

Tja der Sonne entgegen liefen die Creme de la Crem der Ultralaufszene. Pacher, Lilek, Predl etc. und ich hinten nach.

Da die Wetterfrösche recht behielten und es beim Schönwetter blieb, haben so von Zeit zu Zeit die Läufer doch den Verlockungen des Stadionbades ( „ in 5 Minuten Wellenbecken“) wahrscheinlich nicht widerstehen könne, denn es wurden immer weniger.

Bei mir wurde leider dafür die Krämpfe in den Zehen mehr und ich bekam Blasen an den Fußballen. Wurscht – wenn nichts mehr läuft geht man halt bis es wieder läuft, es ist ja so eine schönes Wetter.

Während ich halt so dahin wurschtelte, war Pacher Dominik bereits im Ziel. Locker und leicht und noch voller Energie. Was hat der wohl gegessen und getrunken, das hätt ich auch gerne. Nach 8-9 Stunden hängen einem dann doch Bananen, Kuchen und Reisbällchen wo hinaus. Komisch das dann Werbesprüche aufkommen (Ihre Bestellung bitte, wollen sie ein Maximenü, eine Apfeltasche, na ja man kennt das ja!)

Also weiter dem Ende entgegen. Die Blasen und Krämpfe wechseln sich in der Schmerztherapie brav ab und die Zeit vergeht wie im Flug – Nichts mit 11 Sunden und irgendwas. Egal weiter. Tja und das Wetter ist weiterhin sonnig und im Stadionbad gibt es wieder tolle Durchsagen (Die kleine Anna mit einem Nemo-Bikini sucht ihre Eltern)

Und mitten im Dschungel der Strecke kommt er, der CHEF. Hoch und mächtig sitzt er auf seinem Faltrad und feuert den Schützling an (Heinz Peter unser Klubkollege ist schon lange mit 100km fertig!) Nach dem klassischen Fachsimpeln in Läuferkreisen biegt Kurt ab und lässt mich weiter laufen. Is ja nicht mehr lang, die paar Kilometer.

Bei der Verpflegungsstation frag ich nach, ob sie eigentlich nur noch auf mich warten, den die Staffeln packen schon zusammen und irgendwie fühle ich mich alleine. Nein es gibt noch ein paar, außerdem haben erst 5 Leute gefinisht. 5 erst ???? ein Top Ten Platz. Weiter.

Tja und wieder sind Kollegen (Michael Hanacek und Tom Tom) da und spornen mich an. Juchu wenn das so weiter geht, werde ich heut wirklich noch fertig. Ich kann die Runden schon an einer Hand abzählen.

So und nun zur Freude für den CHEF, du hättest mich in der vorletzten Runde sehen müssen, dass wäre es gewesen, worauf du schon so lange gewartet hast. Ich konnte einfach nicht mehr und bin getorkelt und geschwankt wie im Delirum, dabei gab es nur alkoholfreies Bier. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und wollte einfach nicht mehr weiter, Soll sie mich hier von der Bank abholen ist mir doch sch…..Egal ich stand wieder auf und schwankte weiter.“ Die nehme mich noch aus dem Rennen, wenn die sehen wie ich beinand bin“ waren jetz mien Gedanken. Da war schon wieder die Brücke und ich habe bis heute keine Ahnung wie ich da hinkam. Letzte Runde – Mein Gott . Einmal noch Verpflegung und eine kleines Plauscherl mit den noch Anwesenden und dann wieder ab ins Rennen. Die letzte Runde bin ich dann mit Alexandra Maier ins Ziel gelaufen. Geschafft, und mit der Startnummer 7 habe ich den 7. Platz errungen. Toll, überhaupt die Blasen, so große Pflaster gibt es beim Compeed gar nicht, aber was soll´s es wird schon wieder laufen.