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Bericht vom 7. ING Diba Europa Marathon in Luxemburg

am 19.05.2012

von Ricchi

 

Durch meine Freundin Marie und Ihre Familie war es klar, dass auch einmal der Nacht(halb)marathon in Luxemburg auf dem Programm stand. Und an diesem Wochenende war es soweit. Mein Freund Daniel hat sich ebenfalls zu seinem ersten Halbmarthon überreden lassen.

Am Freitag fuhren wir in die Stadt Luxemburg zum Messegelände, um die Startnummern abzuholen und um uns den Start- und Zielbereich anzusehen. Der Zieleinlauf sah sehr gut aus mit allen Lichtern und Kameras. Da kam es zum ersten Mal auf, das Kribbeln in der Magengegend.

Am Samstag fanden wir uns dann um ca. 15.00 Uhr bei den Luxemburger Messehallen ein. Die vier Stunden bis zum Start vergingen wie im Flug. Einige der Läufer nutzten noch die Gelegenheit, eine Bratwurst oder Waffeln zu essen. Diesen Genuss haben wir uns aber für die Zeit nach dem Lauf aufgespart.

Endlich war es soweit. Der Start wurde mit Livekameras direkt auf den Hauptplatz der Stadt übertragen und der Sprecher sprach von 100.000 Zusehern. Da kam man sich fast vor wie ein Star.

Die erste Enttäuschung kam auf den ersten Kilometern von Kirchberg bergab Richtung Stadt. Nur wenige Zuseher waren da und die jubelten lediglich für „ihre“ eigenen Läufer. Ein Lichtblick waren jedoch die Sambagruppen, die mit ihren Trommeln für Stimmung sorgten. Die Labstationen waren ausreichend jedoch nur auf einer Strassenseite und schlecht beschildert, daher waren tumultartige Szenen und Gerangel vorprogrammiert.

Nach 8 Kilometern kam dann endlich Stimmung durch die Zuschauer auf, da dies eine Stelle war, an der wir für den Halbmarathon drei Mal vorbeikamen. Doch bereits bei der nächsten Steigung auf Limpertsberg war es wieder ruhiger. Lediglich vor einigen Lokalen war die Stimmung wieder grossartig. Vom Limpertsberg ging es wieder bergab Richtung Stadtpark und weiter in die Oberstadt mit Ihren Einkauffsstrassen.

Am Platz vor dem Rathaus bei Kilometer 15 stand auch die Leinwand und da waren sie: die 100.000 Zuseher oder zumindest 92 % von ihnen. Die letzten Kilometer bergauf Richtung Ziel auf den Kirchberg vorbei an der Philharmonie und dem Europäischen Gerichtshof standen wieder nur wenige Zuseher. Aber es gibt ja noch die Sambagruppen. Aber die Enttäuschung war gross. Einige der Gruppen packten bereits zusammen noch bevor der erste Marathonläufer zu sehen war. Daher war es wohl für alle Läufer, die mehr als drei Stunden für den Marathon unterwegs waren, ein einsames Rennen.

Der Zieleinlauf mit Spotlicht und Live-Übertragung machte wieder Einiges gut. Eine CD mit dem Zieleinlauf und die Urkunde werden per Post an die Läufer verschickt.

Nun zum Resümee: Luxemburg ist immer eine Reise wert und wen der Trubel bei den üblichen Grossveranstaltungen stört, sollte unbedingt in Luxemburg laufen. Der Kurs ist durch die Höhenunterschiede sehr anspruchsvoll.

Der Lauf war von mir als Genusslauf mit einer Zeit um die 2:30 geplant. Der Genuss war zwar nur gering, aber mit einer Zeit von 2:22 kann ich sehr zufrieden sein.

Mein Freund Daniel absolvierte seinen ersten Halbmarathon in 2:17 und träumt von einer Zeit unter 2:15, um am Paris-Marathon teilnehmen zu können. Und wieder hat es Einen erwischtJ

 

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