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Mein erster Marathon (LCC am 23.10.2011)

Bericht von Beatrix Redl

 

Im Juli 2009 hat mich Christian Magadits zum Lauftraining in der Praterallee mitgenommen, ich fühlte mich gleich wohl und versuchte fast jedes Training mitzumachen. Im August bin ich sogar den Kahlenberg mitgelaufen, als ich merkte, dass mir die langen Einheiten nichts ausmachten, hatte ich mich dazu entschlossen im Oktober 2009 meinen ersten Marathon in Graz zu machen, leider bekam ich kurz davor eine Erkältung  und konnte deswegen nicht starten.

 2010 trainierte ich wie eine Wilde für den VCM, ich ließ keinen Kahlenberg aus und gönnte meinen Körper fast keine Ruhe, leider ging der Schuss nach hinten los und bekam 3 Wochen vorm Start Schmerzen im rechten Knie, wieder war mein ganzes Training umsonst.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich mir geschworen nur mehr auf Chrisian Ulreich zu hören und trainierte brav nach Plan, trotzdem hatte ich immer die Angst im Hinterkopf, was passiert nach Kilometer 35??

Ich wurde immer schneller ohne meinem Körper zu quälen, beim VCM 2011 bin ich die halbe Distanz in 1:40:49 gelaufen, nachdem habe ich beschlossen, die volle Distanz noch heuer zu laufen, hatte aber noch keinen Termin fixiert. Ich trainierte weiter nach Christians Plan und bin fast jeden Samstag den Kahlenberg gelaufen. Im August hatte ich mich auf den LCC Herbstmarathon am 23.10.2011 angemeldet, ab diesem Zeitpunkt kam wieder die Nervösität (werde ich wieder vorher krank, verletze ich mich beim Training wieder, schaffe ich die volle Distanz?), doch ich merkte, dass mir das Training relativ leicht fiel, ich lief manchmal sogar mit der schnelleren Gruppe mit, die meiste Angst nahm mir Christian Magadits, der lief mit mir die große Kahlenbergrunde inkl. 4 km, davon waren noch 2 km in 4:26, ich lief das Erste Mal meine 38 km ohne Krämpfe oder Erschöpfung zu bekommen.

 Am 22.10.2011 morgens bin ich mit Christian Magadits noch 40 min locker gelaufen, er hatte mir angeboten den Pacemaker zu machen, danach machte ich Frühstück für meine Lauffreunde die vom Kahlenberglauf zurückkamen, die hatten mir alle versprochen mich am Sonntag zu betreuen und zu unterstützen, weiters sagten sie mir, dass ich nur laufen solle und den Rest werden sie sich kümmern,  mein Ziel war es den Marathon unter 4 Stunden zu laufen. Ich hatte noch eine schlaflose Nacht auf Sonntag, am Morgen war es dann soweit, bei der Ankunft in der Praterallee begrüßten mich gleich Christian Magadits und Heinz Worisch mein Puls war bereits auf 104, Christian Magadits beruhigte mich und meinte das so etwas normal ist. Etwas später kam Martin Ulreich und er hat mir auch gleich angeboten den Pacemaker zu machen, nun hatte ich beim Start bereits 2 Pacemaker bei den ersten 10 km waren wir zu Dritt, unsere Laufgruppe war auch manchmal größer, Langstreckenläuferin Pauline Mooshammer und der Laufclubpapa Kurt Ulreich waren auch dabei, danach stieß noch unser Lauffuchs Ernst Aigner dazu, ich wurde von allen bestens mit Motivationssprüchen und Getränke betreut, da mir von Christian Ulreich schon immer gesagt wurde beim Marathon viel zu trinken, hatte ich mir auch vorgenommen dieses auch einzuhalten. Ab km 20 bekam ich absolutes Sprachverbot, bei km 24 verabschiedete sich Christian Magadits und unser Langstreckenläufer Helmut Treitler kam dazu, im ersten Drittel und im letzten Drittel der Runden wurde ich natürlich auch von unseren Lauffreunden angefeuert, die Motivation half mir unheimlich viel.

Ab km 30 bekam ich das nächste Verbot, ich durfte nicht mehr auf meinen Laufcomputer schauen, manchmal hatte ich das Gefühl als hätte ich einen hochroten Kopf, Martin Ulreich motivierte mich immer mit den Sprüchen „ Du hast noch immer einen lockeren Laufstiel, Du hast keine Schmerzen, Dir geht’s gut, Du hast eine Farbe wie im Urlaub“ beim Ende der vierten Runde meinte er, es sind nur noch „2 Orschlochrunden“ ich brauchte  nur die Hand ausstrecken und schon hatte ich eine offene Getränkeflasche in der Hand, in der letzten Runde hatte ich immer das Gefühl wir werden schneller, da ich aber nicht reden durfte ließ ich das Tempo über mich ergehen, weiters motivierten mich meine Pacemaker immer wenn wir wieder einen Marathonläufer überholten. Die letzten 3 km waren schon recht hart, unser Laufpapa Kurt motivierte mich auch bei den letzten Kilometern. 2 km vorm Ziel stand ein Mann am Rand uns schrie uns zu, dass wir es noch unter 3:30 schafften würden. Ich konnte es kaum glauben,  hatte zwar schon so starkes Seitenstechen und sah einen Marathonläufer der schon so stöhnte als würde er jeden Moment sterben. So oft hatte ich meinen Vornamen noch nie gehört bei  60 mal hatte ich aufgehört zu zählen, doch als ich die Uhr beim Ziel auf 3:29 sah und mein Mann, meine Supertollen Pacemaker (Ernst Aigner, Helmut Treitler u. Martin Ulreich) und meine Lauffreunde mich anfeuerten, hatte ich auf alles vergessen, ich war überglücklich endlich meinen ersten Marathon in so einer Zeit zu finishen !!!!

Ohne diesem Training, Betreuung und Unterstützung hätte ich den Marathon in der Zeit nie geschafft !!! Ich möchte mich nochmals recht herzlich für alles bedanken !!! Ich werde schon bald mein Training für den nächsten Marathon aufnehmen und ich hoffe, dass ich wieder so super betreut werde.