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26. Venedig Marathon am 23.10.2011

Bericht Heinz Müller

Nachdem die Termine für die Elite-Radsaison 2011 fix waren, kam ich auf die Idee, die Abschlussfahrt nach Abano Terme mit der Teilnahme am Venedig Marathon zu verbinden. So entschlossen sich noch zwei weitere Läufer mit mir diesen Marathon in Angriff zu nehmen. Leider verletze sich Herwig kurz vor dem Termin, sodass sich nur Franz und ich mit 46 Radlern am 22.10. nach Abano Terme begaben.

 Nach Abholung der Startnummern in Mestre am Samstag, brachte uns unser Chauffeur Radi am Sonntag in der Früh zum Start nach Stra nahe Padua. Vor dem prachtvollen Palazzo Pisani erfolgte bei herrlichem Laufwetter für 7.000 Marathonis um 9:30 der Start. Mein Ziel war es unter vier Stunden zu laufen. Da es auch Pacemaker gab, blieb ich anfangs hinter der Gruppe, die eine Zielzeit von 3:50 anpeilte. So ging es mit einem Schnitt von rd. 5:25 locker vorbei an den vielen schönen Palazzi durch Dole und weiter nach Mira. Die 10 km waren in 53:23 geschafft und auch für den nächsten Zehner bis kurz vor Mestre brauchte ich mit nahezu die gleiche Zeit. Die Halbmarathonmarke passierte ich in 1:52:59.

 Im Zentrum von Mestre war durch die enge Streckenführung eine besonders tolle Stimmung. Bei km 30 bei einer fast wieder gleichen 10 km Zeit von 53:41, gab es nach Erreichen des Hügels im Parco San Giuliano den ersten Blick auf die Lagune und Venedig. In der Zwischenzeit hatte ich den Pacemaker für 3:50 überholt, da es mir noch immer, trotz nur eines Longjogs vor 3 Wochen über 24 km, sehr gut ging. Auf der Langen Brücke hinein nach Venedig konnte ich bis km 35 den Schnitt halten. Ich schloss mich nach Erreichen der Inselstadt wieder dem Pacemaker an und vorbei an hohen Ozeanriesen erreichten wir den Canale Della Giudecca,  wo die ersten der 14 Brücken auf uns warteten. Mit Spanplatten wurden die Stufen jedoch optimal abgedeckt, sodass es für die meisten Läufer kein Problem war, diese kleinen Anstiege zu meistern.

 Da es neben dem Canale teilweise nur 2 Meter breit war, war überall die Wasserrettung mit Booten, Tauchern und Hunden präsent, um im Falle eines Ausrutschers sofort Hilfe leisten zu können. Für die vierten 10 km brauchte ich 54:41 und danach wurde der Canale Grande auf einer eigens für die Läufer errichteten Pontonbrücke überquert. Wenig später war die Umrundung des Marcusplatzes mit Blick auf den Dogenpalast der Höhepunkt des Marathons.

 Noch 7 Brücken waren zu bezwingen, doch durch das Spalier der begeisterten Zuschauer war das kein Problem mehr für mich. Als ich die Ziellinie überglücklich passierte, zeigte die Bruttozeit 3:50:12. Die Nettozeit mit 3:47:58 sowie vier fast gleiche 10 Km und zwei Halbmarathons mit einem Split von nur 2 Minuten freuten mich besonders und zeigen, dass ich genau das richtige Anfangstempo erwischt hatte. Von 5.867 Läufern, die das Ziel erreichten war ich der 2.408e. Franz kam gleichfalls voll zufrieden mit einer Nettozeit von 4:15:34 nach 5 Jahren Marathonpause ins Ziel.

 Mit dem Vaporetto ging es zunächst nach Tronchetto, wo wir mit den Shuttlebussen zum Bahnhof nach Mestre gebracht wurden. Da wir noch zwei Stunden auf den Zug nach Abano Terme warten mussten, stärkten wir uns mit Pizza und Bier in einem Lokal in der Innenstadt. Zum Auslockern ging es dann 3,5 km vom Bahnhof Abano ins Hotel, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

 Der Venedig Marathon ist ein wirklich tolles Erlebnis und ich kann nur jedem Marathoni empfehlen, einmal dort an den Start zu gehen.

fdl