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Schwechat 6-Stundenlauf - Unverhofft kommt oft … sagt ein altes Sprichwort.

 Bericht Helmut Treitler

 

Und so geschah es letztes Wochenende beim 6-Stunden-Lauf in Schwechat. Nach langem Zögern entschied ich mich im September, die Anmeldung für diesen Laufevent abzuschicken. Quasi aus Gefälligkeit unserem Kurt gegenüber. Da ich bereits meinen Saisonhöhepunkt in Irdning beim 24-Stundenlauf hatte, entschied ich mich, den Lauf in Schwechat als Abschluss zu nutzen. Aufgrund meiner langen Regeneration im Juli und August war nur ein kurzes spezifisches Training möglich. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, die 66 km anzupeilen. Auch waren die Wochen vor dem 08.10. aus ernährungstechnischer Hinsicht alles andere als geeignet. Hatte ja noch immer einiges nach meinen Entbehrungen vor dem 24er nachzuholen;-))

 Nach einer total entspannten Nacht – hatte ja heute nichts Wirkliches vor – fuhr ich mich mit meinen beiden Beifahrern Nader und Livio nach Schwechat. Nach der Abholung der Startnummer warf ich mich in meine Laufdress und sehnte den Start herbei.

 Endlich war es um 10.00 Uhr soweit. Christian, Pauline, Ida, Ingrid und ich einigten uns auf eine km-Zeit von ca. 5:20 Minuten und so liefen wir gemeinsam einige Runden. Die Wetterbedingungen waren genau die richtigen für mich. Bewölkt, relativ kühl und windig. Nach einigen Runden spürte ich, dass heute etwas möglich sein sollte und so löste ich mich aus unserer Gruppe. Ich genoss es echt, einmal alleine zu laufen. So nutzte ich die Gelegenheit, mich nur auf mich selbst zu konzentrieren. Ich fand einen angenehmen Rhythmus und beobachtete genau meinen Puls.

 Da ich schon einige Mal an meinen Vorhaben gescheitert bin, wusste ich, dass ich nun sehr diszipliniert sein muss, um vielleicht doch die 70 km zu knacken. Ich stellte mir immer wieder die Frage, warum es heute so gut „laufen“ würde. Es wird wohl an der Lockerheit gelegen sein. Auch gab es keinen Grund, etwas an meinem Tempo zu ändern. „Alles  im grünen Bereich“, dachte ich mir. Mit der Zeit konnte ich bei einigen Mitstreitern beobachten, dass sie ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten und ich kam in den Genuss einiger Überholmanöver, ohne jedoch schneller zu werden. In dieser Phase ist ein Rennen immer ein wahrer Genuss.2 Minuten vor der letzten halben Stunde passierte ich die Zeitnehmungsmatte, was zur Folge hatte, ein letztes Mal die große Runde außerhalb des Stadions laufen zu dürfen. Das war kurzweiliger. Die letzten 25 Minuten musste ich auf der Laufbahn im Stadion absolvieren. Dieser Teil des Rennens war für mich sehr zäh und ich konnte das nur aufgrund des wieder einmal sehr gut vertretenen FdL-Fanclubs gut überstehen. 

 Nach dem Ertönen der Schusssirene nahm ich gleich die waagrechte Position ein, um mich von den Strapazen zu erholen. Eine Zufriedenheit und das Gefühl, endlich die 70 km geknackt zu haben, schossen bei mir ein. Bis zum Eintreffen der Vermesser war Erich so nett, um mir die letzten Daten vom Pentek zu besorgen. Von da an war es klar – auch das Ziel der 70 km wurde erreicht!!! Somit ist es mir gelungen, in knapp 1,5 Jahren die Einträge in den Ultralauf-Bestenlisten (6h, 12h und 24h) zu schaffen. Nachdem ich mir dies vor Augen hielt, war ich schon ein bisschen stolz auf mich. Das war jedoch nur dadurch möglich, da ich diszipliniert trainierte und mich an die Tipps und Vorgaben unserer allen bekannten Experten im Verein hielt. 

 Gratulation an Alle, die sich dieses Lauferlebnis gegeben haben. Viele von Euch überraschten mich positiv. Mein ganzer Respekt gilt vor allem Siggi und Ida, die ihre sehr hoch gesteckten Ziele souverän erreichten.

 In den nächsten Wochen werde ich langsam den Wintermodus aktivieren. Im Jänner wird wieder mit dem Training für meine Ziele 2012 gestartet. Und ein Ziel davon wird wieder  der 24 Stundenlauf in Irdning sein.