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Berlinmarathon 2011 – der 1. Marathon

Bericht von Peter Perkovic

Das Projekt „Berlinmarathon 2011“ ist letztes Jahr, am 24.12  bei Karl und Elfriede mit Monika gemeinsam entstanden.

Mein Onkel Karl rief mich daraufhin zu späterer Uhrzeit an, um mich zu diesem Lauf einzuladen. Nach einer halbstündigen Nachdenkpause gab’s einfach nur eine Antwort.  Ja ich fahre mit, ich will das erleben. Ich will wissen, wie es sich anfühlt, 42km zu laufen.

Noch nicht lange bei den Laufreunden, es waren gerade einmal 3 Wochen seit der Anmeldung, wurde die Sache ernst. Der erste Marathon, was wird auf mich zukommen.

Die ersten Wochen bei den Lauftreffs brachten  die ersten konditionellen Erfolge, es folgten die Kahlenbergrunden und so manch andere langen Einheiten. Die Zeit verging rasend schnell, doch je näher der Termin gekommen ist, umso unsicherer wurde ich. Hab ich mich genug darauf vorbereitet, zusätzlich die Spekulationen von  Karl und Hans, wie schnell er es denn laufen könnte. 3:45 oder gar 3:30, irgendwann war 3:15 im Raum.

Der  Tag vor dem Lauf

Der Frühstückslauf von Charlottenburg in das Olympiastadion brachte uns schon  mal den Vorgeschmack auf den morgigen Tag. Trommelklänge, Massen an anderen Läufer bestehend aus sämtlichen Nationalitäten. Stimmung, Euphorie, dazu dieses Stadionmit seiner Geschichte. Ich war überwältigt, wurde aber auch nachdenklicher, wie geht’s du es an. Versuche ich die mir gesetzte Zeit zu laufen, oder ist vielleicht doch mehr drinnen.

Der Lauf

Nach einer ruhigen Nacht, so ein Bier ist doch das beste Schlafmittel, war um 6Uhr das Frühstück angesetzt. Cafe, ein Weckerl mit Honig, super, so wenig, soll so sein. Herrichten, Losgehen zum Startgelände. Die Stimmung bei uns war prächtig, alle waren gut drauf, der Himmel wolkenlos, noch ein bisschen kühl, die besten Voraussetzungen. Wieder die Frage an mich selbst, wie gehst das an. Das Startgelände  kommt immer näher, es treffen Massen an Läufern ein. Kurz orientieren wo wir hin müssen um unsere Sachen abzugeben, wo unsere Startbereiche sind. Es sind einfach so viele Leute. Leider hat sich der Weg mit Karl, Elfriede, Herbert und Monika getrennt, da sie andere Blocks für die Sackerln hatten. Hans und ich blieben zusammen, wir hatten dieselbe Richtung.  Auf dem Weg in unsere Startgruppe wurde ich immer ruhiger, ich wollte nur noch diese Atmosphäre genießen, diese ganzen Eindrücke aufsaugen. Wir gingen in unseren Starbereich, standen da, warteten, schauten, waren beeindruckt. Auf einmal wurde mir klar, ich will diesen Lauf genießen, ich will mit Hans die ersten Kilometer gemeinsam laufen, meine mir gesetzte Vorgabe, wie könnt`s  anders sein, von knapp unter 04:00 ist mir auf einmal egal. Ich will den Lauf einfach nur genießen.

Es ging los, Hans und ich liefen in einem 6:20 Schnitt, hatten genug Zeit um alles aufzusaugen, genug  Zeit zum Schauen, zum Genießen. Hans meinte öfters, ich solle doch mein Tempo laufen, die Zeit war noch nicht reif dafür.  Kilometer für Kilometer, es wurde immer besser. Bei Kilometer 22 war es dann soweit, mein Rennen beginnt, sicher nicht mit einer super Zeit , aber einen Superspaß. Es war genau so wie es Helmut bei einem der Trainingsläufe erzählt hat. Langsam anfangen, steigern und genießen, denn so etwas wirst du nicht mehr erleben. Die Zeit verflog, es kam nie das Gefühl, ich will nicht mehr, was mach ich hier, es war einfach nur mehr geil zu laufen. Die Zuschauermassen, die Trommler und anderen Musikgruppen, es war einfach nur Gänsehaut pur. Kilometer 32 war als Treffpunkt mit Monika zur Gelübergabe ausgemacht. Wenn man weiß, dass da jemand wartet, der das Nachvollziehen kann,  was gerade in einem abgeht, macht es gleich doppelt so viel Spaß. Die letzten 10km zu laufen war dann nur mehr eine Kleinigkeit. Die zum Ziel gesetzte Einlaufzeit  von 03:59 war so egal, denn ich hatte kurze 04:21 Spaß wie schon lange nicht.

Und dem Rest unserer Truppe ist es genau so ergangen. Alle genossen diesen Lauf bis zur letzten Minute, keiner hatte irgendwann das Gefühl, es geht nicht mehr, oder ich will nicht mehr. Es war für uns alle unbeschreiblich schön. Die Einlaufzeiten waren diesmal nebensächlich.

Gratulation an Alle.

Danke an Monika, Du hast wieder ein Superwochenende organisiert und uns alle super unterstützt.  Danke an Kurt und Christian, die uns  mit ihrem Trainingsprogramm so effizient  weiterbringen. Danke an ALLE Lauffreunde für die gegenseitige Unterstützung und Motivierung.

Speziellen Dank an meinen Onkel Karl und meine Familie, die mich wieder zum Laufen gebracht haben.

Und jetzt geht’s erst richtig los.