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100 km Lauf in Steyr am 17. 9. 2011

Bericht Pauline

 

Am Freitag, den 16. reise ich mit meiner Begleitung Monika nach Steyr an. Zuerst haben wir einige Schwierigkeiten den Veranstaltungsort zu finden, aber nach einem Telefonat mit dem Veranstalter ist auch diese Hürde überwunden.

Nachdem wir uns die Startnummer geholt haben, geht es zur ersehnten Pastaparty (leider sind die Nudeln sehr „aldente“ und bleiben im Magen kleben) – aber das sollte für uns kein Problem sein!

Jetzt müssen wir nur noch den Weg zur VS finden, wo wir unser Lager für die Nacht aufschlagen werden. Nach einer Erklärung von ganz netten einheimischen Läufern finden wir unser Ziel – bis jetzt lief ja fast alles perfekt??? Die Matten im Turnsaal sind verdammt hart (wie können die Kinder nur darauf turnen?), aber ich weiß ja, dass ich nicht sehr viel Schlaf finden werde, da die Nervosität stetig steigt. Schnarcher und anderen Lärm traue ich mir anhand von Ohropax nicht auszublenden, da ich dann wieder Angst habe, den Wecker um 5 Uhr in der Früh nicht zu hören. Also heißt es die Nacht irgendwie zu überstehen.

Um 4 Uhr beginnen die ersten wegzuräumen und ich fange an, meine Verpflegung herzurichten. 

Beim Start gibt es ein her vorzügliches  Frühstück, das uns Kraft für die nächsten Stunden bringen wird.

Um punkt 7 Uhr ist der Startpfiff für meine ersten 100 km auf Zeit. Mein Ziel ist, unter 10 Stunden zu bleiben, aber natürlich habe ich in meinem Kopf etwas anderes vor, das ich nicht verraten will!!!

Das Wetter ist gut (etwas zu kalt), und Monika muss nicht sehr oft mit mir schimpfen, weil ich zu schnell wäre. Mittlerweile habe ich es schon fast gelernt, auch am Beginn mein Tempo zu halten. Ich laufe konstant so zwischen 5:35 und 5:40. Ich muss nur 4 mal einen Boxenstopp einlegen, wobei einer sehr schnell absolviert ist. Zu Mittag kommt Gott sei Dank die Sonne heraus – ab jetzt beginnt mein Lauf!!! Leiberl weg (damit ich etwas Farbe tanken kann) und laufen , laufen, laufen. Mir geht es immer fantastisch und ich habe nie das Gefühl einen Einbruch zu haben, natürlich wird es mit der Zeit etwas „zaaach“ , aber Monika ist immer für mich da und betreut mich ganz super!

Von den Damen ist absolut keine Gefahr vorhanden, es geht nur mehr um meine persönliche Zeit.

Hier möchte ich noch eine Story einfügen, die ich fast vergessen hätte:

Am Beginn des Laufes höre ich plötzlich jemanden rufen, „das ist ja die Lilly“, es war ein alter Jugendfreund aus Windhaag (meinem Heimatort). Er überholt mich am Anfang ein paar Mal, aber dann wird er immer langsamer und ich „verblase“ ihn! Anerkennend sagt er „brav läufst du“, ich weiß zwar nicht genau, was er unter brav versteht, aber ich freue mich, dass er nur knapp vor mir (9:19) sein Ziel erreicht.

Kommentare wie „die ist zach“, oder „die rennt wie ein Uhrwerk“ höre ich von den Zuschauern, was mich natürlich sehr anspornt.

Die vorletzt Runde läuft noch der Kommentator Peter und ein andere Herr mit mir, was sehr unterhaltsam ist. Die letzte Runde wird dann mit einer Rot-weiß-roten Fahne gelaufen. Es ist wieder einmal ein überwältigendes Gefühl bejubelt zu werden!!! Ich bin dankbar gesund zu sein und diese Leistung erbringen zu können.

Monika, du weißt ja, ohne dich hätte ich es nicht geschafft  - vielen, vielen Dank für deine tolle Betreuung!!! Es war ein wunderbares Wochenende!