Herzlich Willkommen
Freunde des Laufsports Austria
Lauftreff jeden MO und DO
Treffpunkt 18:25 h - Prater Hauptallee—Stadionparkplatz

NW - PW jeden MI 10:00 h Eingang Stadioncenter

Barcelona-Marathon 06.03.2011

 Bericht von Sabine Kernbichler

 Ich liebe es auf Marathonmessen Prospekte der unterschiedlichsten Marathons zu sammeln, und mir vorzustellen, in dieser und jener Stadt zu laufen. Und so kam ich zum Barcelona Marathon am 06.03.2011.

 Meine sehr gelassene und geduldige Freundin Heidi, begleitete mich auf dieser Städtetour. Sie unterstützte mich sehr, und begleitete mich sogar ohne Frühstück zum Start.

Denn am Sonntag vor 8 Uhr gab es in unserem Hotel nichts! Trotz meiner Bitte um einen kleinen Kaffee, den ich mir auch selber gemacht hätte, wurde

ich mit einem kurzem „No“ abgespeist.

 Und so begann mein Sonntagmorgen mit einem kurzen Trip zum Bahnhofscafé, das sich ein paar Straßen weiter befand. Mit einem kleinem Espresso und einem Croissant gestärkt ging ich zu meinen Laufvorbereitungen über.

Um 7:30 machten wir uns zu Fuß auf den Weg, in Richtung Placa Espanya. Die Lage unseres Hotels war wirklich optimal: nur 12 Gehminuten vom Marathonstart entfernt.

Mit uns pilgerten dutzende Läufer/innen in dieselbe Richtung. Viele reisten auch mit ihrem Motorroller an. Ein ungewöhnliches Bild. Beeindruckend waren die Springbrunnen und Wasserbecken, die sich seitlich des Startgeländes in Richtung Montjuic befinden, und für diesen Event in Betrieb genommen  wurden. Um 8:15 machte ich mich auf den Weg zu meinem Startblock. Es gab vier Startblöcke, die farblich gekennzeichnet waren, und auf die jeweilige Leistung der Läufer/innen abzielte. Diese Farben fanden sich auch auf unseren Startnummern gemeinsam mit unseren Vornamen, wie man das ja von diversen Läufen kennt. Es wurde beim Betreten des Startblocks genau kontrolliert, ob man sich richtig eingereiht hatte.  Um 8:30 starteten ca. 12.500 Marathonis  im Konfettiregen, bei herrlich sonnigem, und vor allem windstillem Wetter. Man kann vom Start weg ein gutes Tempo laufen, die Straßen sind sehr breit, dadurch kommt es zu keinem Gedränge, und bei den Trinkstationen werden kleine Flaschen mit Wasser verteilt. Man muss daher nicht einmal stehen bleiben, um zu trinken. So werden Staus vermieden.  

Die Strecke beginnt relativ flach, und bei Kilometer 4 erreicht man  Camp Nou das größte Stadion Europas und die Heimat des FC Barcelona. Ich dachte mir „najo a Stadion hoit“ und wurde, zurückgekehrt nach Wien, von einer fußballbegeisterteten Arbeitskollegin gerügt, dass ich das Stadion nicht genug gewürdigt hatte. Beim nächsten Mal werde ich das besser machen!  

Camp Nou wird umrundet und bei Kilometer 12 kommt man wieder zum Start- und Zielbereich am Placa Espanya. Und hier spielt es sich ab! Man wird von unzähligen Zuschauer/innen angefeuert, und ich hörte zum ersten Mal die Anfeuerungsrufe „Ringa Ringa“. Wie seltsam!  Sollte das heißen, dass die Uhr läuft?!

Wie  „tick tack, tick tack…“?

Als dann Heidi mit einem Schild am Straßenrand stand, auf dem das Wort „Vinga“ zu lesen war, wurde mir klar, dass es eher das Wort für „Hopp, hopp“  oder „Los, los“ ist, und kein Hinweis darauf, dass man zu langsam ist. Wieder was dazugelernt!  Nachdem ich das für mich geklärt hatte, verpasste ich fast die berühmte Sagrada Familia, die von Antoni Gaudi entworfene Kathedrale, die man bei Kilometer 18 passiert. Bei Kilometer 22 geht es über die Pont Calatrava und das ist wirklich eine heftige und vor allem plötzliche Steigung. Ansonsten weist der Kurs keine besonderen Überraschungen auf. Es gibt immer wieder lange Abschnitte, die leicht bergauf  bzw. bergab führen, aber die sind  um erwähnenswert.

Bei Kilometer 25 biegt man auf eine Straße namens  „Diagonal“ ein. Hier kommen einem vom Wendepunkt Placa de les Glòries, die führenden Läufer/innen entgegen.

Ich finde solche Streckenabschnitte immer sehr beruhigend, denn ich kann dann sehen wie viele Läufer/innen noch hinter mir sind. Ab Kilometer 30 geht es am Meer entlang. Und zu  diesem Zeitpunkt war es herrlich!

Es war warm bei plus 16 Grad, sonnig, ja, und man konnte den Sandstrand, und das Meer sehen. Yippee! Es gibt wirklich schöne lange Sandstrände in Barcelona. Bei Kilometer 36 läuft man durch den Arc de Triomf, (den spanischen Triumphbogen) zum Placa Catalunya, dann geht es durchs Barri Gòtic zur Rambla , und ab Kilometer

41 kann man schon die beeindruckenden Türme am Placa Espanya sehen. Ab Kilometer 36  wird man von Zuschauer/innenmassen ins Ziel gepeitscht. Durch oftmalige

Richtungswechsel, einmal biegt man rechts, dann wieder links in eine Straße ein, hat man das Gefühl sich in einem Sog zu befinden, alles wird schneller und schneller…

Ein subjektives Empfinden, denn diese letzten Kilometer waren meine langsamsten, aber es war trotzdem ein schönes Gefühl. Richtig überwältigend ist der Zieleinlauf am Placa Espanya!

 

 Fazit: Der Barcelona-Marathon ist gut organisiert, die Strecke ist schön, also in Summe sehr             

          empfehlenswert! Im Startgeld ist ein Laufshirt enthalten, und im Startsackerl befinden

          sich Tickets, mit denen man bei diversen Sehenswürdigkeiten und Museen,  Ermäßigung bekommt.

 

          Barcelona ist eine großartige Stadt und hat einiges zu bieten.

          Die Architektur von Antoni Gaudi, Skulpturen von Miro, das Barri Gòtic, Museen,

          man kann ausgedehnte Shopping-Touren machen, es gibt wirklich unzählige     

          Boutiquen und Shops, es gibt schöne langläufige Sandstrände und vieles mehr.

 

          Der nächste Barcelona Marathon findet am 25.03.2012 statt.

img_3985img_3992img_3994img_4011img_4019img_4021img_4026img_4034img_4045img_4053img_4054img_4057