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Freunde des Laufsports Austria
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Laufcamp Run2Gether, Kenia - Sport und Urlaub in einmaliger Umgebung erleben

Bericht von Josef Stolz 

Am 12.11.2010 war es soweit, Gisela und Ich und mit 2 Freunden flogen wir über Amsterdam nach Nairobi. Wir erreichten gegen 20 Uhr, nach langem Flug den Jomo Kenyatta Airport. Nachdem wir unser Gebäck zusammen hatten und das Visum ausgestellt war, wurden wir mit etwas Verspätung,  von unseren kenianischen Freunden mit dem Vereinsbus abgeholt. Kurz vor Mitternacht  erreichten wir nach einer ca. 1 Stunde 30 mit dem Bus das Camp. Nach einem kleinem Mitternachtsimbiss, fielen wir müde ins Bett. Samstag  Morgen nach dem Frühstück begrüßten wir  alle anderen Läufer/Innen die im Camp anwesend waren.  An -schließend machten wir einen längeren Spaziergang in der Umgebung des Camps in Begleitung von 2 Vereinsmitgliedern. Der Rest des Tages war mit Vorbereitungsarbeiten für die am Sonntag stattfindende Camperöffnung angefüllt. Endlich war es soweit, Sonntag den 14.11.2010 wurde unter reger Beteiligung der Bevölkerung und Vertreter aus Politik und Sport, die Eröffnung des Run2Gether Camps gefeiert. Zusätzlich wurden noch Laufbewerbe für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Am späten Nachmittag, war alles vorüber.  

Das Camp liegt auf ca. 2400m Höhe, inmitten von Feldern und verstreut liegenden Bauern-häuser. Man sieht Kühe und Schafe die auf den kargen umliegenden Wiesen grasen. Der nächste größere Supermarkt befindet sich eine Stunde mit dem Auto entfernt in der größten Stadt in dieser Region, Naivasha (100.000 Einwohner). Im Camp gibt es  3 Gästezimmer, diese sind gemütlich eingerichtet und man hat einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung des Camps (Mount Longonot u. Lake Naivasha). 

Duschen und Sanitäreinrichtungen sind vorhanden, es gab noch ein paar kleine Anlauf -schwierigkeiten. Nicht immer warmes Wasser zum Duschen und Strom vom Generator abends. Diese Probleme sollten jedoch in kürze behoben sein. Das tägliche Training erfolgt unter der Aufsicht des Headcoach Mathu, der mit Rat und Tat auch die Gäste unterstützt. Wir wurden bei Trainingseinheiten von kenianischen Läufern begleitet und beraten. Sie gehen voll auf die Bedürfnisse des jeweiligen Läufers ein. Der Tag im Camp beginnt mit einem Morgenrun ( ca. 6:30) vor dem Frühstück. Jeden Tag eine andere Trainingseinheit; Speedwork, Hillrun, Longjob, div. Laufeinheit usw.

Am Nachmittag (17:00 Uhr) gibt es auch noch eine 2.Trainingseinheit. Nach einem kurzen Lauf zum Aufwärmen, Gymnastik, Stretchen, Laufexercises unter Beobachtung von vielen Kindern aus der Umgebung. Diese haben uns bei den meisten Läufen begleitet. Die Mahlzeiten werden 3x täglich gemeinsam eingenommen. Frühstück – Mittag und Abendessen. Für die Zubereitung sorgen 2 Köche. Zu den Hauptmahlzeiten gibt es; zum Frühstück Toastbrot, Butter Marmelade, Honig, Süsskartoffeln, und Pfeilwurzeln, zum Mittag und Abendessen gibt es verschiedenstes Gemüse, Kartoffeln, Kraut, Spinat, Gemüsesuppe, und als Beilage Ugali (ähnlich Polenta) oder Reis. Zum trinken gibt mehrmals am Tag Tee (Chai, sehr süß). Montag besprachen wir dann die Ausflüge und die Reihenfolge in der wir sie machen wollen.

Dienstag fuhren wir in Begleitung unseres Reiseleiters Paul und einigen Lauffreunden zum NP Mount Longonot. Der Aufstieg zum Kraterrand auf 2500m Höhe wurde problemlos mit einigen Fotopausen absolviert. Hier sahen wir die ersten Tiere in freier Wildbahn (Gazellen, Zebras, Giraffen). Nach einem Blick in den erloschenen Krater und einem Fernblick in die Umgebung, nahmen wir unser mitgebrachtes Mittagessen ein. Wer wollte konnte noch den Rundweg um den Krater machen, mit dem höchsten Aussichtspunkt auf 2700m Höhe.

Abends erreichten wir müde das Camp, wo wir mit Tee empfangen wurden und mit vielen Fragen wie der Tag war. Mittwoch war der Besuch von 2 NP auf dem Plan. Hells Gate und Lake Naivasha. Früh morgens ging es los. Nach einer längeren Autofahrt erreichten wir den NP Hells Gate. Zuerst fuhren wir mit dem Auto durch den NP (sahen wieder viele Tiere) und nun erreichten wir den Eingang zum Hells Gate Canyon. Diesen durchwanderten wir ca. 2 Stundenlang (Gesamtlänge ca. 18 km) beeindruckendes Erlebnis. Die steilen  Wände des Canyons die vom Wasser über viele Jahre ausgewaschen worden sind, Gesteinsformationen, heißes Wasser, Wasserfälle und tolle Farben. Nach einem Mittagessen in einer Lodge, hatten wir noch eine Rundfahrt mit einem Ausflugsboot über den Lake Naivasha. Vom Fischadler der im Sturzflug einen Fisch fängt,  Flamingos, Pelikane viele anderer Vögel und Hypos. Bei der Heimfahrt machten wir noch eine Teepause in einem typischen Kenianischen Restaurant (hier heißen sie Hotels). Mittwoch und Donnerstag waren nach sportlicher Betätigung der Erholung gewidmet. Samstag fuhren wir in einen Nachbarort, wo ein Halbmarathon stattfand. Es nahmen viele Läufer des Run2Gether Teams teil. Sie waren bei Damen und der Herren sehr erfolgreich und belegtenjeweils die ersten beiden Plätze.

Hier hatten wir die Möglichkeit eine Klasse der Grundschule zu besuchen. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen.Das Mittagessen nahmen wir im Dorfgasthaus ein. Von hier aus fuhren wir zum National Forrest, wo wir uns wie zu Hause fühlten. Sah aus wie auf der Hebalm in Österreich. 

Sonntags besuchten wir den NP Nairobi und die Stadt. Die fahrt durch den NP war schön, jedoch etwas störend die Skyline am Rand des NP. Hier blieben wir einmal mit dem Bus stecken. Nach einiger Verzögerung ging es weiter. Nach dem Mittagessen besuchten wir das Nationalmuseum. Hier erhielten wir bei Führung einen Einblick in die Geschichte, Kultur und die Bevölkerung (42 Stämme) des Landes. Montag wurde für die Vorbereitungen für die 3 Tage geplante Safari in die Massai Mara genutzt. Dienstag erfolgte früh am Morgen Abfahrt. Nach ca. 6 Stunden Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht. Mittagessen und dann auf in den NP. Nach kurzer Fahrt sahen wir vor uns auf der Straße eine Gruppe von Elefanten die zu einem Wasserloch unterwegs waren. Kurz darauf eine Herde von Büffeln, die beiderseits der Straße in der Savanne lagen. Diese herrliche Landschaft und die Tiere entschädigten für die beschwerliche Anreise. Nun fuhren wir zum Campingplatz außerhalb des NP, wo wir unserer Zelte aufschlugen. Vor dem Abendessen noch ein kurzer Abstecher in den NP. Zu unserer Überraschung sahen wir Leoparden auf einem Hügel in der Abendsonne liegend aus ehr kurzer Entfernung. Sowie Giraffen, Gazellen, Warzenschweine, Antilopen und vieles mehr. Nach einem selbstgekochten Abendessen und der Einnahme rund um ein Lagerfeuer gingen wir müde schlafen. Am nächsten Morgen nach einem schnellen Frühstück fuhren wir erneut in NP. Hier sahen wir ein Löwenrudel, welches gerade in Tier geschlagen hatte. Das Löwenmännchen war gerade beim Fressen und die Weibchen mussten warten bis sie an der Reihe waren. Die fahrt führte weiter zu einem Hypo Pool und während der weiteren Rundfahrt sahen wir noch viele Tiere. Nach verlassen des NP besuchten auch ein Massaidorf, wo wir eine typische Hütte besichtigten und Infos über deren Lebensweise erhielten. Nach einer weiteren Nacht im Zelt und selbstgekochtem Abendessen und Frühstück ging es Donnerstag wieder zurück zum Camp. Diese Safari war ein tolles Erlebnis uns. 

Freitag und Samstag der normale Tageablauf im Camp. Samstag  Nachmittag ging es ans Packen und Verabschieden. Sonntag um vier Uhr morgens ging es mit dem Bus wieder nach Nairobi zum Flughafen, nach einem gemeinsamen Abschieds Tee mit unseren kenianischen Freunden die uns zum Flughafen begleitet hatten. Von hier flogen wir über Amsterdam nach Wien zurück. Hier erwarteten uns kalte Temperaturen und Schnee.

lg Josef 

P.S.Ein Termin für eine Fotoshow ist für Jänner geplant !

Monika