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Freunde des Laufsports Austria
Lauftreff jeden MO und DO
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NW - PW jeden MI 10:00 h Eingang Stadioncenter
Wenn 9 Mädls wieder mal eine Reise machen…
Ein Bericht von Michi Loschy 
 
Wieder einmal machten wir eine Laufeventreise. Diesmal zu Kärnten läuft vom 20.-22.8.2010.
Wir, das sind Uschi G. und Freundin Gabi, Fritzi und Freundin Doris, Erika, Martina, Gisela nebst Gatte Beppo, Michi H. und ich, Michi L.
Zu sechst starteten wir in Meidling mit dem Zug. Gabi als 1. im Zug ergatterte sofort das 1. Abteil und kurze Zeit später saßen wir bereits gemütlich auf unseren Sitzplätzen. Leider stand 2 Minuten später eine Mutter mit 2 Kleinkindern vor uns und bat um Einlass, denn wir saßen im Kleinkinderabteil. Schön blöd! So packten wir Greenhorns unser Gepäck und zogen durch den bereits reichlich vollen Zug, zwecks neuer Plätze. Aber unsere Fritzi platzierte mit ihrem Charme eine Dame ins Nachbarabteil und somit konnten wir gemeinsam unsere Zugreise beginnen. Trotzdem fanden alle Bahn fahren sehr gemütlich!
Unser Hotel Lindner, am Lendkanal, am Rande des Europaparks, liegend, war traumhaft schön. Von außen leicht futuristisch, eingehüllt wie in eine Emmentalerkäseglocke. Unsere Zimmer, alle modernst ausgestattet, besaßen gar kein eigenes Badezimmer, sondern waren durch einen Schnurrvorhang vom Schlafbereich getrennt. Eigentlich das beste Zimmer für Verliebte.
Fritzi wurde geküsst, denn wir hatten eine Umbuchungsgebühr von 12€ zahlen müssen, und die hatte sich voll ausgezahlt! J
Nach dem Zimmerbezug stärkten wir uns auf der Terrasse mit Rrriesenportionen von Eis. Egal, am Sonntag würden wir die Kalorien wieder herunter laufen!
Am Wörthersee, in dieser Lage, kamen wir bereits nach 2 Stunden in Urlaubsfeeling. Viele von uns verstanden jetzt warum der Wörthersee so beliebt ist!
Nun gings ab um die Startnummern zu holen. Natürlich fanden wir beim Besuch der angeschlossenen Messe so dies und das. Der Renner war aber am Peerotonstand. Erika entdeckte ein Sonderangebot mit einer Dose Peeroton plus Trinkflasche. Da sie keine Trinkflasche wollte, handelte sie sich ein lukratives Angebot heraus und bekam anstelle der Trinkflasche zahlreiche Einzelpäckchen von Peeroton. Darauf aufmerksam geworden, schlossen sich gleich Fritzi, Gisela, Martina und ich an. Sonst waren wir aber sehr enthaltsam.
Zurück im Hotel erwarteten wir Michi H. Inzwischen wurde der Nightrun gestartet, welcher direkt über die Brücke an unserem Hotel beiführte. Dabei starteten 2 Kolleginnen aus meinem Spital und liefen mir so direkt vor die Kamera.
Nun gings ab in eine Pizzeria, direkt am See gelegen; ebenfalls ein Entdeckung von Fritzi vom vorigen Jahr. Die Bedienung war sehr zuvor kommend, bis dass die Nudelgerichte nicht fertig wurden. Lautstark diskutierten die ital. Kellner vor uns, sodass uns dies schon fast unangenehm vorkam. Den endgültigen Ausklang hatten wir schließlich auf der hauseigenen Terrasse bei Aperol, Wein bzw. Cocktail. Fritzi ließ ihr Getränk aufs Zimmer schreiben und Martina wollte dies eigentlich auch und sagte:“ Und noch einen aufs Zimmer.“ Der Kellner verstand dies aber falsch und tauchte mit einem neuerlichen Aperol auf. Martina war sehr verdutzt und der Kellner machte trotz Aufklärung des Irrtums keine Anstalten, das Getränk zurück zu nehmen. So mussten wir uns leider den Aperol zu viert teilen; sehr unangenehmJ!
 
 
Samstag, 21.8.2010
 
Exquisites Frühstück in unserem schönen, modernen Speisesaal. Dazwischen Start des Doggings, Lauf mit Hunden, wieder über unsere Brücke, vor unseren Augen. Große, kleine, dicke und sehr dünne Hunde liefen bzw wurden von ihren Herrchen mitgezogen.
Wir trennten uns heute in 2 Gruppen. Unsere „Oldies“ plus Uschi und Gabi wollten eine Schifffahrt am Wörthersee machen, aber sicher nicht 4 Stunden lang! Dies musste noch geklärt werden! Es wurde eine 4 stündige Schifffahrt! Super, so viel Neues zu erfahren, aufgeklärt über die Reichen, vorbei an der Flick Villa, Stronach Villa und das der Wörthersee Trinkwasserqualität hat.
Der Rest der Gruppe ging zum Shopping und Sightseeing in die Stadt. Michi H's gesuchten Bikini kam uns fast allen teuer zu stehen, denn wir fanden fast alle etwas. Die Sightseeing Tour durch Klagenfurt fiel dafür umso kürzer aus, denn da gibt es ja nicht allzu viel zu sehen.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Spa-Bereich unseres Hotels: Hallenbad, große Liegewiese, bequeme Liegen, mit der Seele baumeln…
Abends in „unserer“ Pizzeria wurden zeitliche Schlachtpläne für den morgigen Marathontag zurecht gelegt. Eine allgemeine Nervosität wurde spürbar. Anstelle des abendlichen Aperols, fand heute großes Packen und zurechtlegen der Startersachen statt.
 
 
Sonntag, 22.8.10
Nach einem leichten Frühstück verließen wir in unterschiedlichen Grüppchen das Hotel um den Shuttlebus zu erreichen. Gisela musste leider passen. Sie hatte eine schwere Magen-, Darmgrippe erwischt.
Der Shuttle klappte perfekt und wir waren reichlich vor dem Start in Felden. Bis zur letzten Sekunde wurden die Toiletten belagert und somit kamen wir reichlich knapp zum Start. Uschi, Gabi, Fritzi und Michi H. reihten sich gleich ganz hinten ein, Erika ein Stückchen weiter vorne und Martina und ich bei der 2 Stunden Markierung.
Martina: Für Martina lief es von Anfang an ganz gut, obwohl sie sicher war, keine Spitzenzeit bei dieser Hitze laufen zu können. In Pörtschach hatte sie ein kleines mentales Tief, nutzte bei eine Wasserstelle zum Überdenken ihre Zeit und traf dann die Entscheidung weiter und vor allem schneller zu laufen, da es ihr körperlich sehr gut ging. Diese Entscheidung zahlte sich ausà 2:01:22
Erika: Sie prophezeite gleich zu Beginn, dass sie bei der Hitze langsamer laufen würde. Anfangs versuchte sie dem 2:10 Pacemaker zu folgen, aber leider verlor sie ihn aus den Augen. Trotz der Hitze lief sie eine Zielzeit von 2:14:03 und erreichte somit den 1. Platz in ihrer Altersklasse!!! J Wir gratulieren nochmals von ganzem Herzen!
Michi H.: Sie lief und lief und lief und überschritt ihre für sie limitierte Herzfrequenz von 148 niemals. Bei jeder Wasserstelle übergoss sie sich mit einem Becher Wasser. Zum Schluss wusste man nicht ob sie vom Schwitzen oder Übergießen so nass war! Bei km 17 überholte mich jedenfalls eine strahlende Läuferin und erreichte eine Zielzeit von 2:23:13.
Michi L: Ich startete neben Martina bei den 2:00 Läufern, da wir ja schon so spät dran waren, und ließ mich vom Tempo der Anderen mitreißen. Bei km 1,1 lief ich 5:40 (für mich ein viel zu schnelles Anfangstempo) und versuchte mein Tempo zu drosseln. Durch den Strom der Läufer ging dies aber nicht wirklich, welches sich bei km 5 zu rächen begann, denn mir schoss die Milchsäure derart in die Oberschenkel, dass ich bei km 10 am Liebsten abgebrochen hätte. Mit mehreren Gehpausen kam ich nach schrecklichen 2:29:05 ins Ziel. :-((  Mein unfallverhinderter Coach, Michi J., schimpfte zurecht mit mir.
Gabi und Uschi: Beide sind ein eingespieltes Laufpaar, da sie öfter miteinander trainieren. Sie liefen ihren geplanten Kilometerschnitt von 7 Minuten. Bei km 7 hatte Uschi ein kurzes Tief, bei km 17 einen größeren mentalen Einbruch. Beides konnte Gabi bestens abfangen und schaffte es sogar Uschi zu motivieren, den letzten km unter 7 Minuten zu laufen. Die Zahl 7 ist wohl nicht Uschis Glückszahl. Hand in Hand liefen die beiden ins Zielà Zielzeit Gabi 2:33:02, Uschi 2:33:03
Fritzi: Unser Energiebündel schlug sich gut. Sehr gut von Luzia in Sachen Kraft und Ausdauer trainiert, hatte sie keine körperlichen Probleme, trotz der Hitze. Auch nachher war sie in keinster Weise erschöpftà Zielzeit 2:48:55; 3. Platz in ihrer AltersklasseJ! Gratulation!
Doris: Doris nahm zum 1. Mal an einem Laufevent teil. Als aktive Radrennfahrerin hat sie eine gute Kondition und so litt sie nur, wie alle anderen auch, unter der brütenden Hitze. Auch sie überschüttete sich laufend mit Wasserbechern. Auch ihre Leistung kann sich sehen lassenà Zielzeit 1:13:12 und 2. Platz in ihrer Altersklasse; GratulationJ!
Fast alle von uns stürmten, verschwitzt wie wir waren, den türkis farbenen Wörthersee, mit Trinkwasserqualität!
Bei der Siegerehrung trafen wir wieder alle aufeinander. Leider wurden beim Viertelmarathon nur die Erstplazierten geehrt. Doris trugs mit Fassung und strahlte trotzdem übers ganze Gesicht. Hier sei noch verraten, Doris ich hoffe du verzeihst, dass Doris bereits 71 und fit wie ein Turnschuh ist!
Zwischenzeitlich erwischte Fritzi den Veranstalter. Er hatte ihr am Telefon versichert, dass das Hotel Lindner heuer nicht im Package sei. Als dies dann doch der Fall war, mussten wir eine Umbuchungsgebühr von 12€ bezahlen. Er entschuldigte sich und lächelte.
Unsere Mädl’s Erika und Fritzi wurden von uns auf ihren Podesten sehr geehrt. Alle waren wir, ihnen zu Ehren, in den heurigen lila Frauenlaufleiberln angetreten und machten die Welle für sie.
Da die 2. Platzierte ebenfalls im Frauenlaufleiberl antrat, hätte Ilse Dippmann ihre wahre Freude gehabt. Ihnen zu Ehren organisierten wir noch eine Rad- Rikscha, welche die beiden ins Hotel zurück brachte.
Auf unserer Hotelterrasse stärkten wir uns anschließend und belohnten uns mit einem erneuten Rieseneis. Einstimmig und hundemüde bestellten wir Taxis zum Bahnhof. Keiner wollte mit den Öffis fahren. Aber zuerst mussten wir uns von Martina verabschieden, die den Zug meidet wie die Pest. Als meine Zimmerkollegin war sie diesmal mein Verhältnis. Für alle, die sich an die unabsichtliche Verehelichung mit Michi H. beim Pärchenlauf in Schwechat erinnern. J
Trotz angeschriebener Wagentafeln passte die Wagenaufteilung nicht und wir standen in den Abteilen der 1. Klasse. Wieder mussten wir durch den gesamten Zug wandern um nach 20 Minuten im nicht gewollten Großraumwagon zu landen. Nicht gewollt, da zu laut. Die Einzigen, die man allerdings schnattern hörte, waren wir.
Eines wissen wir aber jetzt, sollten wir uns wieder für eine Zugfahrt entscheiden, dann nur mit Sitzplatzreservierung!
9maedls