Herzlich Willkommen
Freunde des Laufsports Austria
Lauftreff jeden MO und DO
Treffpunkt 18:25 h - Prater Hauptallee—Stadionparkplatz

NW - PW jeden MI 10:00 h Eingang Stadioncenter
Nebenwirkungen des Vereins Freundes des Lausports  - oder wie ich mit meinem Konditionsguthaben die schönste Reise meines Lebens bewältigte
Bericht von Othmar Haushofer:
  
Peru / Bolivien - Cuzco –Titicaca –Condiri
Kultur –und Trekkingreise ; Andinismus

 

Als ich diese Ausschreibung im Katalog des Reisebüros Bergspechte (outdoor – Reisen und Alpinschule Edi Koblmüller ) im Dezember 2009 studierte, war mir gleich klar, dort muss ich hin, Weihnachten stand vor der Tür und somit auch das ideale Geschenk für meine Frau Katharina, weil auf Schmuck und so andere Sachen legt sie sowieso keinen Wert.
 
Die Reise war eine ideale Kombination zwischen der Erforschung der Kultur des (ehemaligen) Inkareiches und Trekking in der Condiri Gruppe, oder anders genannt die Königskordilleren. Das „ehemalig„ hab ich bewusst in Klammern geschrieben, denn in der Realität haben die Rituale der Inkas nach wie vor eine besondere Bedeutung vor allem bei der bäuerlichen Bevölkerung. Die Sonne und der Mond als Vater und Mutter werden genauso noch gehuldigt wie die Erde oder Blitz und der Regenbogen. Opfergaben für die Götter werden in Form von Kokablättern und Maisbier gegeben und parallel ist man der katholischen Kirche verpflichtet, welche natürlich sämtliche Feiertage der Naturreligion auch zu kirchlichen Feiertagen transformierte.
 
Die erste Woche war mit Besichtigungen in Cuzco (ehemalige Hauptstadt des Inkareiches  , zu diversen Zeremonienplätzen  und Heiligtümern,  Machu Picchu die Reise nach Puno und ein 2 tägiger Aufenthalt am Titicaca – See ( alles zwischen 3600 und 3800 hm) vollgestopft , und  dienten zur Akklimatisierung für die darauffolgende sogenannte Trekkingwoche. Die dortigen Fremdenführer erzählten uns ungeschminkt von der blutigen Geschichte des Inkareiches, welche in Auftrag der „Götter„ sämtliche Indianerstämme von heutigen Gebiet Venezuela bis hinunter nach Chile unterwarfen , versklavten und deren Kulturen vernichteten bis hin zur Eroberung durch den spanischen Konquistatore  Pizarro mit seiner Mannschaft von 120 berittenen Kriegern die das gleiche den Inkas antaten.
 
Die 2. Woche war für mich die große Herausforderung. Als Basislager auf 4700 Höhe diente ein Zeltlager und wir hatten tägliche Temperaturschwankungen von bis zu 30 Grad zu bewältigen. (Tag + 20 Grad, Nacht bis minus 10 Grad).Die ausgeschriebene Trekkingtour mutierte in den ersten 3 Tage zu Bergtouren zwischen 5 bis 9 Stunden und Gipfelbesteigungen bis auf 5300 Höhenmeter. Der Piko Austria war logischerweise unser erstes Ziel, gefolgt von einer herausfordernden Gletscherbesteigung, wo ich mich zum ersten Mal mit einem Büßereisfeld auseinandersetzen musste. ( Nach dieser Besteigung war mir klar , dass der vorgesehenen 6000 er Huana Potisini nicht auf meiner Berggipfelliste aufscheinen wird , da die Gletscher heuer und vor allem die Gradwanderung zum Gipfel als besonders gefährlich bewertet wurde)
 
In dieser Woche half mir das Konditionstraining enorm, schließlich war ich einer der 8 übrig gebliebenen Gruppenmitglieder von unserer 15 köpfigen Mannschaft, welche das gesamte ausgeschriebene Bergsteigerprogramm absolvierte (außer der Gipfelsturm des Huana Potisini) . Der Gipfelsturm war wahrlich mit einem Sturm begleitet, und so schafften nur drei von unserer Gruppe die Eroberung des Berges, während ich mit drei Bergkameradinnen (inklusive Katharina welche das Wagnis ebenfalls in den Wind schrieb) im Höhenlager auf die waaghalsige Seilschaft wartete.
 
Eine Woche Berge in der Höhe von 4700 bis 5300  Höhenmetern ist natürlich mit einem  Blutdoping gleichzusetzen, aber leider verliert man den Effekt innerhalb von 14 Tagen, sodass ich beim letzten Donnerstag-Treff wieder auf den Boden der Realität zurückfand. Anders ausgedrückt ich bin wieder geerdet :- )
 
Tja, der Verein Freunde des Lausports bringt so manche Mitglieder auf manche Ideen, und ich bin sehr glücklich, dass ich diese Reise mit der Unterstützung von so manchen Mitgliedern / Mitgliederinnen erleben durfte.
 
Nähere Details zu der Reise siehe hp von Bergspechte www.bergspechte.at
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