Herzlich Willkommen
Freunde des Laufsports Austria
Lauftreff jeden MO und DO
Treffpunkt 18:25 h - Prater Hauptallee—Stadionparkplatz

NW - PW jeden MI 10:00 h Eingang Stadioncenter
Pielachtaler Erlebnislauf   22,7 km  am 31.7.2010
Bericht von Gerhard Kaufmann
 
Nachdem ich vorige Woche einen zufriedenstellenden  10er Lauf hatte wollte ich eine
Woche später diesen Pielachtaler Erlebnislauf über 22,7 km mitmachen, spürte aber
müde Beine, da ich es in dieser Woche mit dem Training ein wenig übertrieben hatte.
Laut Profil ist der Lauf leicht fallend und auf verschiedenem Untergrund zu laufen. Es gibt aber auch Steigungen besonders am Anfang (km4-5) eine starke Steigung mit 60 Höhenmeter. Der Lauf führt großteils auf dem Radweg von Kirchberg an der Pielach entlang dem Pielachtal nach Ober-Grafendorf. Die Anfahrt zum Startort war mit dem Zug(Mariazellerbahn) um 07:55 vom Zielort aus. Die Zugfahrt war im Laufpreis inbegriffen.
Da diese Variante sehr viele Läufer in Anspruch nahmen war in dem kleinen Bahnhof in Früh einiges los. Die alten Waggons mit den kleineren Sitzen waren voll von Läufern.  Im Startort angekommen war dann noch 45 min Zeit bis zum Start.  Ich holte die Startnummer 91 ab. Die ersten 90 nach der Voranmeldung bekamen im Ziel
ein gratis Funktionsshirt. Knapp daneben ist auch daneben. Das Wetter war optimal bewölkt bei 20 grad und leichten Westwind(Strecke Südwestlich) was leichten Rückenwind  bedeutete.
Die ersten 3 Kilometer schlängelte sich die Strecke leicht fallend dahin, was dazu führte das ich schneller war als vorgenommen. In diesem Teil passierten wir auch eine Wiese. Da das Gras hoch war liefen wir in Gänseformation hintereinander. Nach Kilometer 4 fing die Steigung an. Ich probierte kleine Schritte zu laufen aber diese Steigung ca 1 Kilometer schaffte meinen Puls ziemlich in die Höhe(175). Bergab konnte ich zu der Gruppe vor mir aufschließen. Dann wurde aus der breiten Bergab Passage eine schmale rutschige, die noch nass vom Regen war. Zum Glück gab es ein Geländer, sonst wäre so mancher Läufer oder jetzt eigentlich Geher weiter nach unten gerutscht-stürzt.
Raus aus dieser Passage konnte man wieder auf Asphalt laufen. Nun begegneten uns Wanderer auf der anderen Straßenseite die uns anfeuerten. Bei Kilometer 9 mußte ich von einem zweiten Mitläufer abreißen lassen. Vielleicht zu schneller Anfang und auch die große Steigung zu schnell spürte ich nun körperliche Grenzen. Nun wurde es zäh beim Laufen und ich wurde eingeholt und auch überholt. Vom Gefühl her waren dann  2 Kilometer langsam aber beim Blick auf die Uhr war ich doch überrascht über die Zeit auf diesen beiden Kilometern.
Bei Kilometer 13 probierte ich einige Zeit bei einer Frau dranzubleiben aber nach 1,5 Kilometer war das Unterfangen vorbei. Ich fühlte mich körperlich matt. Danach hatte ich 3 Kilometer körperlich sehr zu kämpfen und wünschte mir schon das Ziel herbei. Es kamen wieder 2 Läufer von hinten an mir vorbei. Dann ab Kilometer 17 - 18 lief ich auf einen Läufer auf und da spürte ich wie in mir mental ein großer Antrieb entstand. Ich konnte nun schneller laufen und holte in den nächsten 2 Kilometern die vorigen Läufer wieder ein und ließ sie hinter mir. Es lief einfach so dahin. Es waren nur mehr 2,5 Kilometer ins Ziel aber dann wechselte der Kurs die Richtung und es folgte  ca.  2 Kilometer anstrengender Gegenwind mit dem ich nicht mehr gerechnet hatte. Dann die 22 Kilometer Markierung keinen Kilometer mehr. Nach der nächsten Biegung sah ich in einer Entfernung von ca. 500m den Zielbogen mit den Zusehern. Ich wollte mein zügiges Tempo halten, da sah ich ca. 150 Meter vor mir ganz links noch einen Läufer und ich probierte noch einmal zu beschleunigen. Ich rechnete aber nicht mehr damit ihn noch einholen zu können. Diese Gerade zum Ziel zog sich dahin. Der Abstand zu diesem Läufer vor mir wurde schneller kleiner als ich glaubte. Der wirkte fertig auf mich. Ich war bis auf  ca. 10 Meter an Ihn herangekommen und dann mühte er sich schneller zu laufen und war noch eine Sekunde vor mir im Ziel.
Ich war froh im Ziel zu sein und mein Minimalziel von unter 1:40 Schnitt 4:23 erreicht zu haben. Die Muskeln in den Füßen spürte ich sehr hart.  Der Lauf gefiel mir sehr gut weil er sehr abwechslungsreich war  und am Anfang gefiel mir die Umgebung sehr gut. Der Lauf erfordert eine gute Einteilung, die mir heute aber nicht so gut gelang. Für das nächste Mal kenne ich nun die Strecke und auch die letzte Trainingswoche probiere ich zukünftig nicht übermotiviert zu absolvieren.