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Laufabenteuer 2013 - tägliche Berichte - Kurt

Laufabenteuer – Murradweg

347,5km (die in Wirklichkeit 261 km sind - durch Garmin und insider bestätigt)

von Muhr nach Bad Radkersburg in 6 Tagesetappen 

  Bericht von Kurt Ulreich

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9.8.2013

Nach einer Nacht im Hotel der Familie Neuhold einem sehr empfehlenswertem Haus in Wagna, starte ich wieder in einigem zeitlichem Abstand, ich brauche meine Zeit in der Früh, um 09:00 Uhr zur letzten Etappe unserer Tour de Mur die uns 50 Kilometer weiter, nach Bad Radkersburg dem Ziel unseres Laufabenteuers bringen wird.

Die Tage gleichen sich bei mir wie ein Ei dem anderen bis auf meine linke Fußsole, sie schmerzt und auch Blasen haben sich zum Hühnerauge dazu gesellt, ist alles ok., die Muskulatur ist in einem Topzustand, Mental bin ich mit mir zufrieden und bin gut auf die nächsten Kilometer eingestellt. Ein Umstand der mich selber überrascht da ich in den letzten Tagen diese Art zu laufen mehr als nur in Frage gestellt habe und auch dabei bleibe. Nur, was ändert es jetzt, ich bin es gewohnt Dinge die ich begonnen habe auch fertig zu machen wenn es irgendwie umzusetzen ist, noch dazu wo das Ziel bereits in Reichweite ist. Das ist wie bei einer offenen Rechnung, sie sollte bezahlt werden damit man sie aus dem Kopf bekommt.

Die ersten Kilometer führen mich, ich werde von Ida, sie ist nach ihrem Verletzungsbedingtem Ausstieg nach 255km auf das Rad umgestiegen begleitet und betreut, nach Vogau wo wir schon viele schöne Lauferlebnisse bei den Veranstaltungen von Dietmar Michalitsch hatten.

Immer wieder der Mur folgend, durch kleine verträumte Orte, wie so oft in diesen Tagen ohne der Möglichkeit sich mit Wasser zu versorgen da es in diesen Orten sehr oft weder Geschäfte noch Gasthäuser noch Trinkbrunnen die wir zu Beginn der Tour in vielen Orten vorgefunden haben, gibt. Zu meinem Glück habe ich Betreuung und Ida führt zusätzlich Getränke mit bzw. füllen wir unsere Vorräte immer wieder auf wenn wir zufällig die Möglichkeit bekommen. Bei Radfahrern ist dieses Problem nicht gegeben da sie sich natürlich leichter tun etwas von der Strecke abzuweichen um nach Verpflegung zu suchen, der Läufer überlegt jeden Meter.

Egal, wir meistern auch diesen Tag und nähern uns schön langsam unserem Ziel und ich verspüre auf einmal einen in den letzten Tagen nicht gekannten Erschöpfungszustand, man merkt die Anspannung im Körper die für solche Extremleistungen mitverantwortlich ist, ist weg und ich habe die Schnautze voll ich will nicht mehr. Die erhoffte Freude über die vollbrachte Leistung kommt und kommt nicht, ein Umstand der mir sehr zu denken gibt und sicherlich Konsequenzen für zukünftige Entscheidungen was meine Art zu Laufen betrifft haben wird.

Pauline die die ganze Zeit knapp vor mir gelaufen ist wartet wenige Meter vor Bad Radkersburg auf mich um gemeinsam mit mir die letzten Meter zum Ziel, der Ortstafel dieses Kurortes, zu laufen. Wir haben es GESCHAFFT...................aber wo der Sinn dieses sogenannten Laufabenteuers gelegen sein soll.............ich weiß es noch nicht, ich bin nur froh darüber dass dieser Schwachsinn vorbei ist und ich mich wieder auf das freuen kann was ich gerne mache, nämlich mit Freunden durch den Prater oder über den Kahlenberg zu laufen, dass liebe Freunde macht Sinn, da bin ich mir ganz sicher.

 Mit dieser Erkenntnis wünsche ich allen noch viel Spass beim Sport und g´sund bleiben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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8.8.2013

Am heißesten Tag des Jahres stand unsere 5. Laufetappe von Gratwein    nach Leibnitz auf dem Programm.  Nach den Informationen  aus dem    Internet sollten es 53km werden, was wie so oft und es wird auch    darauf hingewiesen nur mit Vorbehalt stimmen muss, bis auf unsere 3.    Etappe wo es etwas weniger als angegeben war, waren es meistens    einige Kilometer mehr.   Auch dieses mal sollten einige Kilometer dazu kommen. Wir starten zu    unterschiedlichen Zeiten am Morgen des 08.08.2013 da jeder seinen    eigenen Rhythmus hat, der/die eine braucht länger im Badezimmer    der/die andere wieder länger beim Frühstück. Ich brauche überall    länger und starte daher als letzter zu dieser Etappe. Die ersten    Schritte fühlen sich bestens an, keinerlei Probleme mit dem    Bewegungsapparat und das obwohl ich schon 286km aus den letzten 4    Tagen in den Beinen habe. Ein Umstand den ich schon vom Vorjahr    kenne, der Körper gewöhnt sich an die Belastung, die Muskulatur    zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen und im Kopf haben die    Distanzen jenseits der 50km jeglichen Schrecken verloren. Einzig der    linke Fußballen, ein riesiges Hühnerauge hat sich eingenistet,    schmerzt von Beginn an wie die Hölle.   Knapp vor Graz überhole ich    die vor mir gestarteten Mädl´s Karin, Christine und Pauline, Roman    hat sich verlaufen, um mich wenig später mit Ida, ihr geht es schon    besser da die am Vortag vom Arzt verschriebenen Medikamente ihre    Wirkung zeigen, zu treffen und die mich ab dem Stadtzentrum mit dem    Rad begleitet und betreut.   Der Lauf, es sollten am Ende bei mir 58km werden da ein wenig    verlaufen auch dabei war, wurde zu einer Hitzeschlacht. Jede    Möglichkeit zum abkühlen musste genutzt werden.   War es an idealer Stelle die Mur oder ein Trinkbrunnen um Beine und    Kopf zu kühlen, wurde auch so mancher klimatisierter Supermarkt    genutzt um den Körper zu kühlen und entsprechende Getränke    aufzunehmen. In Summe habe ich so an die 10 Liter Flüssigkeit in    mich hineingeschüttet und bin am Ende dann doch einigermaßen Fit und    ohne Probleme, da  bestens betreut durch die Rad fahrend Ida, in    Leinitz angekommen. Allerdings, die Frage nach dem Sinn dieses    Unternehmens muss man sich und das werde ich nach dem Ende dieses    Laufabenteuers, es stehen noch die letzten 55km nach Bad Radkersburg    auf dem Programm sicherlich tun, auf jeden Fall stellen.   Bei aller Freude und dem Stolz über das Gelingen, auf lange Sicht    gesehen wird es sicherlich körperliche Schäden die man jetzt noch    nicht absehen kann geben, alles andere wäre aus meiner Sicht nicht    normal. Daher Hände weg von solchen Blödheiten, es gibt sicherlich    angenehmeres um sich den Tag zu vertreiben und man ist trotz dem ein    zufriedener und wahrscheinlich auch gesünderer Mensch. Sport ist    sicherlich wichtig, aber alles in vernünftigen Maßen. Sich auf    unseren Lauftreff freuen und mit Freunden im gesunden und    vernünftigem Umfang Sport betreiben ist mit Sicherheit die bessere    Variante und entspricht auf jeden Fall mehr unserer    Vereinsphilosophie die da lautet, VIEL SPASS BEIM SPORT UND G´SUND      BLEIBEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!    
  Mit diesen Gedanken bereite ich mich um 03:00 Uhr am morgen, ich bin    so überdreht und kann nicht schlafen, auf die letzte Etappe unseres    Abenteuers

  

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7.8.2013

Nach einem netten Abendessen in St. Michael und einer Nacht in der    wir trotz der hohen Belastungen die unsere Körper bisher erdulden    mussten, gut geschlafen haben, starten wir um 6:00 Uhr zur    Königsetappe über 79km nach Gratwein in der Nähe von Graz.   Pauline gewinnt zwar keinen Schönheitspreis an diesem Morgen, ihr    Gesicht ist geschwollen, Ida hat auf den Beinen und an den Füßen    eine allergische Reaktion in Form von  roten Flecken und Blasen,    wir vermuten es kommt von der Sonne, der Sonnencreme, in    Wirklichkeit wissen wir es aber nicht, sie versucht es trotzdem.    Unsere Radbegleiterin Karin, sie mußte gleich zu Beginn unseres    Unternehmens verletzungsbedingt auf das Rad umsteigen ist wie immer    gut gelaunt und bei mir schaut es bis auf kleinere Leiden, Ischias    und Bandscheiben (seit Irdning wieder aktiv) ist man ja schon    gewohnt und die Muskelschmerzen am rechten Oberschenkel (eine    Verhärtung durch die Belastung) und Schmerzen auf dem rechten    Fußballen werde ich schon aushalten, wir haben ja erst 187km auf dem    Garmin stehen. Also beste Bedingungen..............oder so  für alle    und es ist ja nicht mehr weit.   Die ersten Kilometer bis Leoben ist es angenehm kühl da die Sonne    noch nicht auf unsere Köpfe knallt, aber ab Bruck a.d. Mur ist auch    sie wieder bei uns. Zu Beginn unserer Laufreise an diesem Tag sind    noch Autobahn und stark befahrene Bundesstraßen, wie bisher so oft    auf diesem Radweg, unsere Begleiter. Es wird aber dann besser und    wir laufen wieder durch die Natur, durch kleine verträumte Orte,    bringen einen Kilometer nach dem anderen hinter uns. Ein Radler nach    40km wird uns mit musikalischer Begleitung durch den Wirt versüßt    und weiter geht es. Die Probleme bei Ida werden stärker die    Blasenbildung auf Beinen und Füßen nimmt zu und sie versucht es mit    Pflaster an den Füßen und langer Laufhose an den Beinen, was aber    nichts an den Schmerzen durch die Reibung an den Füßen ändert. Nach    55km, wir sind in Frohnleiten, gelingt es mir sie zum aufgeben zu    überreden und gehen gleich dort zum zufällig anwesenden Arzt.   Anschließend bringt sie unser Teambetreuer Fredi M. mit unserem Bus    zum angestrebten Ziel nach Gratwein in unser Hotel. Jetzt alleine    gelassen, Pauline und Karin sind schon längst am Tagesziel    angekommen, versuche ich die letzten 23km, mittlerweile mit großen    Schmerzen auf meinem rechten Fußballen, jedes Steinchen macht mich    fast verrückt, zurückzulegen.   Es gelingt, die Königsetappe ist geschafft und jetzt ist    Körperpflege für den nächsten Tag, er wird uns 53km nach Wagna bei    Leibnitz führen, angesagt.   Ach ja, fast hätte ich es vergessen weil ich es aus lauter Ärger zu    Vergessen versuche, IN DER GASTFREUNDLICHEN SCHÖNEN STEIERMARK BEZAHLT MAN BEIM      FISCHERWIRT IN GRATWEIN, TROTZ WOHNEN, ESSEN UND TRINKEN, FÜR      ZUSÄTZLICH BESTELLTES LEITUNGSWASSER UND ERKLÄRT UNS ES SEI NORMAL      IN DIESER GEGEND!!!!!!!!!!   Ich denke, man an sollte solche Dinge auch wissen wenn man in diese    Gegend kommt-------der Fischerwirt ist keine gute Adresse!

 

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6.8.2013

 Nach dem wir am ersten Tag unseres Laufabenteuers den Murursprung erwandert haben, stand am 4.Tag die 3.Laufetappe von Judenburg nach St. Michael auf dem Programm.Am Tag vor der Königsetappe über 79 km standen am 6.8. “nur “ 49 km auf unserer Laufliste.Zu unserer Freude, nach 37 km habe ich es erkannt, ich habe mich verrechnet, es waren letztendlich “nur “ 44 km.Hat bei diesen tropischen Bedingungen auch gereicht.Obwohl, so wie schon im Vorjahr, es geht von Tag zu Tag besser und ich hoffe wir schaffen auch den mit Sicherheit schwierigsten 4.Lauftag über 79 km.Schau ma mal, es wird schon funktionieren...

 

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5.8.2013

Große Hitze, viele Höhenmeter, schöne Landschaft und unser eiserner Wille auch diesen Tag mit seinen 53 km nach Judenburg trotz der extremen Bedingungen zu schaffen, waren die Zutaten zu dieser Etappe.Das Kriterium war, sowie an den vergangenen Tagen auch, war es, den Körper ständig zu kühlen und mit großen Mengen Flüssigkeit zu versorgen, gelaufen wird wie in Trance.Am späteren Nachmittag kommen wir in Judenburg an und wissen nicht ob wir uns auf die nächste Etappe freuen oder ob wir uns fürchten sollen. Lassen wir uns überraschen...wir werden ca.50 km nach St.Michael laufen.

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 4.8.2013

Schön zu sehen, wie aus dem Baechlein zu Beginn des Murursprungs ein Fluss. wird.69km Laufvergnügen der Mur entlang in herrlicher Landschaft, durch wunderschöne Orte führen uns nach Murau. Gluthitze, viele Hoehenmeter und gute Laune waren unsere Wegbeleiter. Unsere nächste Etappe wird uns am 5.8.auf einer Strecke von ca.53 km nach Judenburg führen. Uns und den daheimgebliebenen FDL viel Spaß beim Sport und g'sund bleiben! 

 

2013-08-04 08.32.34   2013-08-04 10.44.58   2013-08-04 10.59.17   2013-08-04 12.51.20   2013-08-04 16.42.03   2013-08-04 18.11.11  

 


3.8.2013

Nach unserer Anreise 2.8.2013, wir nachtigen beim Messnerwirt, wandern wir (Ida,Micha,Karin,Pauline,Fredi und ich) auf 1898m zum Murursprung in den Hohen Tauern im Lungau, wir sind ca.6Stunden unterwegs.

Morgen starten wir zur ersten Laufetappe nach Murau, wir freuen uns schon sehr darauf....

 

2013-08-03 10.07.16   2013-08-03 10.29.59   2013-08-03 12.14.18