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Das war der Trainingslauf um das Meer der Wiener

Das war der Trainingslauf um den Neusiedlersee

am 2. Juni 2012

 

5 x 121 km: Pauline, Helmut, Christian, Klaus, Ernst

2 x 71 km: TomTom, Michael

3 x 65 km: Karin, Julie, Monika

1 x 26 km: Barbara

4 Radbetreuer: Trixi, Josef, Trude, Wolfram

2 Betreuer: Christian, Markus (als Betreuer per Auto unterwegs, doch beide zusammen absolvierten ebenfalls etwa 110 Lauf-km)

***

Sammelwerk von Berichten der Akteure dieses Trainings"spektakels" :

 

Ernst schreibt:

Glücklich sind wir wieder zurückgekehrt und lecken uns die Wunden. Ganz nach dem Motto „der Schmerz ist kurz, doch der Ruhm ist ewig“ haben alle den Lauf tapfer zu Ende gebracht. Lilly, Helmut und Klaus waren die Strapazen kaum anzusehen (was ein diszipliniertes Training alles ausmacht!!). Christian und ich haben unsere Müdigkeit jedoch allen gezeigt, die es sehen wollten. J

Wirklich großen Dank gebührt all den Betreuern, die uns tapfer begleitet haben.

Speziell unseren beiden Radfahrern, TRIXI und  JOSEF noch einmal herzlichen Dank! Sie haben im Regen gefroren wie die Schneider. Eine wirklich schwere Aufgabe, die sie perfekt gelöst haben. Noch einmal auch vielen Dank an MAGI und MARKUS, die abwechselnd mit uns liefen und mit ihren aufmunternden Worten immer einen „frischen Wind“ in die bereits eher wortkarge Läufertruppe brachten. Nicht zu vergessen MICHI und TOM. Nach 71 km Laufpensum schwangen sie sich auf das Fahrrad, kamen uns entgegen und betreuten uns ebenfalls in liebevoller Weise bis zum Ende.

Ich liebe meinen Sport, auch wenn er manchen etwas verrückt anmutet. Ich liebe ihn nicht zuletzt jedoch deshalb, weil ich durch ihn viele unglaublich liebenswerte Menschen kennenlernen durfte, die eine wesentliche Bereicherung in meinem Leben darstellen.

Liebe Grüße, Ernst

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Pauline schreibt:

Ich kann mich den Worten von Ernst nur anschließen!!!! Diese Abenteuer sind ohne so eine hervorragende Betreuung nicht möglich. Ich weiß nicht, was anstrengender ist: zu laufen oder zu betreuen???

Liebe Trixi, Josef, Maggi, Fahndi; Tom und Michi vielen,vielen Dank - ihr habt das wunderbar gemacht! Ich ziehe meinen Hut vor euch, besonders vor Trixi und Josef, die wirklich unter dem Regen leiden mußten.

DANKE!!

***

 

Bericht von TomTom

Samstag 6:00 Hotel Wende

Michi ,Trude und ich treffen uns mit den "richtigen" Neusiedlersee-Umrundern,wir 3 Helden machten nur die kleine Neusiedl –Illmitz mit der Fähre nach Mörbisch und zurück nach Neusiedl. Die ersten 27km sind wir mit der anderen Gruppe mit gelaufen. Als uns die Gesprächsthemen zu viel waren, bogen wir zur Fähre ab. Mit der Fähre rüber nach Mörbisch und über die ganzen Ortschaften wieder zurück nach Neusiedl. Nach 71km oder 7:54 Stunden waren wir am Ausgangsort. Im Anschluss stiegen wir noch aufs Rad und fuhren den anderen wieder entgegen. Böse Zungen behaupten ja, wir wollten sie nur live leiden sehen, aber so war es nicht ;-)

Abschließend möchte ich mich noch bei unsere Radbegleitung bedanken. Trude, Du bist die Beste, und deine Worte bei km 55 waren aufbauend, obwohl ich nix mehr geredet habe ....

 

***

 

Und hier mein Bericht von der "Kurz-Kurz"-Distanz 65 km

... oder wie aus dem Projekt „Es geht“ das Projekt „Es läuft“ wurde ...

Der Trainingsmarsch um den Neusiedlersee mit einer Distanz von ca 65 km+ war distanzmäßiger Höhepunkt der Vorbereitung zum Projekt „24h Gehen in Irdning“.

Julie und ich nahmen vergangenen Freitag im Hotel Wende Quartier, um nächstentags ausgeruht gemeinsam mit allen weiteren SeeUmrundern um 6:00 h vom Haupteingang Hotel Wende zu starten.

Und so war es denn auch (fast):

Mental gut vorbereitet (Wecker war sorgfältig für 5:15 h gestellt) ... wurde ich am Samstag durch ein Telefonat geweckt ... als ich hörte: „Wie spät ist es eigentlich ? ... was ... 5:45 h ... erreichte ich an diesem Tag meinen Maximalpuls beim Vollsprint zwischen Bett und Badezimmer ...

Die geplante Ausrüstung wurde aufs Minimum verkleinert, denn unser Radbegleiter Wolfram hatte verschlafen (nach einem Pokerabend bis 4:15 h dauern geplante Viertelstündchen-Nickerchen manchmal etwas länger ...). Diese Information bekamen wir durch Barbara’s Anruf – und ohne diesen Anruf hätten WIR alles verschlafen ! Unser Wecker konnte nichts dafür, gestellt war er ja – halt nur MO-FR).

Ich raste zum Haupteingang. Karin informierte mich darüber, dass es 6:03 ist – aha, das war also der Grund, wieso ich grade noch die Rücken der großen Gruppe von Läufern beim Start sehen konnte.

Alles kein Problem, wir hatten uns schnell gefasst und (fast) pünktlich um 6:07 gingen Julie, Karin, Barbara und ich nun frohen Mutes unserem Abenteuer entgegen.

Es nieselte leicht ... später ein bisschen mehr ... noch später regnete es leicht. Julie stellte fest, dass sie ihre Ausrüstung sehr minimalisiert hatte, ihre Jacke war im warmen Zimmer geblieben.

Die erste Zwischenetappe Illmitz – Fähre bei etwa 27 km erreichten wir flotten Schrittes, allerdings ging unsere Hochrechnung nicht ganz auf und wir mussten etwa 20 Minuten auf die nächste Abfahrt warten.

Die Überfuhr nach Mörbisch nutzten wir zur Proviantaufnahme – und Julie einmal mehr zum „Blasen aufstechen“ und Pflastertausch (3 Packungen compeed ...).

In Mörbisch begrüßten wir dann unseren Radbegleiter, der ab diesem Zeitpunkt (fast) nicht mehr von unserer Seite wich.

Barbara entschloss sich, hier auszusteigen (welch Glück für uns, wie sich später noch herausstellen sollte). Tolle Leistung, alle Achtung: sie hatte mit ihren schweren Bergschuhen und vollbepacktem Rucksack bisher wacker mit uns mitgehalten, immerhin in einem km/Schnitt 9:30 – 10:30 min !!!!

Ab Mörbisch hatten wir dann irgendwie Navigationsprobleme. Unsere km-Hochrechnungen bis zum Ziel ergaben von Ortschaft zu Ortschaft eine höhere Zahl. Irgendwie hatten wir das Gefühl, Oggau mehrere Male umrundet zu haben (Mr. Garmin wird uns unsere Navigationsfehler vielleicht offenbaren, bin mir aber nicht so sicher, ob wir das überhaupt noch wissen wollen).

Von TomTom und Michi bekamen wir die Nachricht, dass die Runde insgesamt 71 km betrage.

Julie ging- bedingt durch ihre vielen vielen Blasen (die sich unter dem Blasenpflaster bildeten) in einer Schonhaltung, dies führte wiederum dazu, dass ihre Hüften in Mitleidenschaft gezogen wurden. Karin und mir ging es nach wie vor gut. Doch alle zusammen waren wir durch die eigenartige KM-Vermehrung schon einigermaßen frustiert. Es half uns weiter, dass wir ja den Trainingsmarsch nicht absolvierten, um so rasch als möglich am Ziel zu sein, sondern unsere Körper an lange Belastung zu gewöhnen. Ich hatte schon öfter die (bei den ersten Trainingsmärschen überraschende) Erfahrung gemacht, dass nach einer erheblichen Anzahl von KM das Laufen/Traben viel fiel leichter fiel als gehen.

Unvereinbart fielen wir alle drei immer wieder ins Traben.

Unterhalb Breitenbrunn – unser km-Stand war 64 km – war einem Wegweiser zu entnehmen: Neusiedl 11 km. Hier fiel seitens Julie die Entscheidung, das Training zu beenden, Karin schloss sich an (für sie war es ja eigentlich nur ein Ausflug), und ich schloss mich aus gewissen Sicherheitsgründen ebenfalls dieser Entscheidung an (ich wäre weitere zwei Stunden alleine unterwegs gewesen).

Wir gingen noch einen KM nach Breitenbrunn hinein - so hatten wir auf wundersame Weise genau jene Distanz, nämlich 65 km, die von Anfang an geplant war. Und das in 11:00 h. Passt.

Und jetzt kam uns Barbara’s Aufhören in Mörbisch zugute, so konnte sie uns nämlich mit ihrem Auto von Breitenbrunn abholen.

Wir setzten uns auf einen Randstein, Julie zog sich zuerst die Schuhe von den Füßen ... danach die Blasenpflaster, wirklich kein schöner Anblick ... Sie brach vor lauter Verzweiflung in Tränen aus.

Zitat: ... nein, so schaffe ich das nicht ... ich kann nicht gehen ... ich lasse das ... mit Irdning ... das Gehen macht mich kaputt ... ich weiß nicht, was ich tun soll ...

und einige Minuten später: ... ich hab die Lösung: ich GEHE nicht in Irdning – ich LAUFE !!!!

Und so wurde aus dem Projekt „Es geht“ das Projekt „Es läuft“.

Na also: geht doch ! Schließlich sind wir ja auch ein Laufverein :-)

WIR FREUEN UNS AUF IRDNING

Karin hat dieses Training souverän absolviert und bewiesen, dass sie für das Laufabenteuer des Jahres im August, Passau – Wien, mehr als gerüstet ist (und am Sonntag ging sie natürlich noch „Auslaufen auf der Hauptallee = Frauenlauf“ ... ts...ts...ts)

Eure Monika

 

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