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Trainingsmarsch Schüttel - Tulln 40 km

 Aus meinen Erfahrungen durch verschiedentliche Teilnahmen an 6h-Läufen in der Vergangenheit glaubte ich, für die 40 km bis Tulln eine Zeit von 6h+ prognostizieren zu können.

 Wir gingen - identisch mit der Laufstrecke zum Kahlenberg - den Donaukanal entlang, ab der „gelben Brücke“ leistete uns Michi Gesellschaft. Sie hatte etwa einen HM-LongJog am Plan und bog bei der Radfähre in Klosterneuburg ab, um auf der Donauinselseite zurück zu laufen), und so waren die ersten 12km  äußerst kurzweilig und rasend schnell absolviert. Dies ließ in uns größte Hoffnungen aufkommen, in der von mir prognostizierten 6h+-Zeit finishen zu können.

 Julie berichtete erstmals nach 20km - wir waren noch immer sensationell „in der Zeit“ - dass sich ihr Dauerproblem, Blasen an den Füßen, trotz intensiver Hirschtalg-Prophylaxe massiv ankündigte.  Auch ich gewahrte an meinen Fersen eine Blasen-Anbahnung, bin aber von diesem Übel so gut wie nie betroffen, daher ignorierte ich es einfach.

 Beim Kraftwerk Greifenstein war die Halbdistanz nach ca 3h20min absolviert, nun war klar, dass die 6h doch etwas zu optimistisch angesetzt waren.

 Bei km30 wurde uns bei einer genauerer Inspektion unserer Gehwerkzeuge ein bisschen anders, Julie’s Füße waren übersäht von Blasen, bei mir lief das Blut aus den Schuhen, Ab hier wurde es mühsam, denn die in der Früh noch volle Packung Blasenpflaster war alle ...

 Jetzt fiel der spontane Entschluss, unser Anti-Bier-Gelübde bis zum Ende der Fastenzeit für den heutigen Tag außer Kraft zu setzen und uns in Tulln ein (oder zwei ?) Bier zu genehmigen. Irgendwie hats geholfen, oder wars der starke Wille ???

 Zwischendurch legte ich ab nun immer wieder kleine Trabphasen ein und war mehr als erstaunt, dass Traben tatsächlich leichter als Gehen fiel, erstaunlicherweise waren auch die Blasen-Schmerzen dabei nicht so intensiv. Reim kann ich mir derzeit noch keinen drauf machen ...

 Hinkend, mit blutenden Füßen, aber aufrechten Hauptes und trotzdem sehr fröhlich passierten wir nach 6h32min (brutto – eh klar) die 40km-Marke.

 Wir haben bei diesem Trainingsmarsch unschätzbare Erfahrungen gemacht:

 -         LAUFschuhe dürften zum GEHEN nicht das Richtige zu sein, die anderen Bewegungsabläufe erfordern wohl anderes Schuhwerk (wir werden fachmännischen Rat einholen);

-         die Teilnahme an einem Ultrabewerb des Kalibers 24h, und sei es auch  „nur“ Gehen, MUSS unbedingt gewissenhaft vorbereitet und trainiert werden, sonst steht am Ende mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Enttäuschung.

 Schön ist: Über unseren Fitnesszustand gibt’s nichts zu meckern, der passt - Laufen bietet die solideste Basis ...

 Sagenhaft:

Schüttel -  Donaubrücke Tulln snd auf den Meter genau 40 km (ohne dass ich dies etwa per google earth o.ä. vorher recherchiert hätte);

mein Garmin, der schon nach 2h „schwache Batterie“ meldete, war allergenauestens am Ende unseres Trainingsmarsches leer ...;

 Ich ziehe mal die zahlreichen Blasenverarztungspausen und recht langen Labepausen ab (es musste jedes Mal ein Rucksack aus-, um- und eingepackt werden) - damit sind wir durchaus im Plan.

 Die einige Stunden zuvor per pedes passierten Ortschaften huschten bei der Retourfahrt mit der Schnellbahn nur so vorbei – die Fahrtzeit beträgt nicht einmal 25 Minuten, lächerlich ...

 Der nächste Trainingsmarsch 50 km – Greifensteinrunde – steht am 8.4.2012 am Plan. Bin ich verrückt, wenn ich sage, ich freu mich drauf ?

Eure Monika

PS: Julie's Reaktion, als wir unsere Laufschuhe ausgezogen haben:

""Moni, deine fuesse sehen scheisse aus!" .

UND ICH SAGE: ... Es geht ......

noch ein PS (für alle, die sich bisher keinen 6-h-Lauf zugetraut haben): Man kann auch gehend - mit ein bisschen Ehrgeiz - mindestens die Marathondistanz schaffen ...

 

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