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Freunde des Laufsports Austria
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DIE FREUNDE DES LAUFSPORTS BEIM MALLORCA – MARATHON 14.10.2011 – 21.10.201

 Bericht von Kurt Ulreich

Am 14.10.2011 reisen fünfzehn Freunde des Laufsports (Annemarie u. Herbert Christian, Friederike u. Helge Bieber, Gudrun u. Kurt Ulreich, Rudolf Döller, Eva Schort, Michaela u. Helmut Jirout, Karin Kronika, Erika Pelzer,  Michi Loschy, MichiHondl und Birgit Beneke) nach Palma de Mallorca um am dortigen Marathon der am 16.10.2011 stattfindet, teilzunehmen.

Nach einem ruhigen angenehmen Flug, steigen wir nach zwei Stunden in Palma bei sommerlichen Temperaturen aus dem Flugzeug.

Wir fahren mit dem Bus an den Strand von Palma um dort unser Hotel zu beziehen.  Blauer Himmel, Sonne, Sandstrand und das Meer, Herz was willst du mehr.

Nachdem es  Freitag ist und der Marathon erst am kommenden Sonntag 16.10.2011 um 09:00 Uhr stattfindet, haben wir noch genug Zeit um uns an das sommerliche Wetter zu gewöhnen. Wir machen Strandspaziergänge, gehen schwimmen, machen einen Stadtrundgang in Palma und lassen die Seele baumeln. Es geht uns gut und wir freuen uns auf den Marathon.

Am 16.10.2011 müssen wir um 05:30 Uhr in der Früh aus den Federn um im Hotel noch ein kleines Frühstück einzunehmen. Mit dem Bus, er ist gesteckt voll mit Marathontouristen aus Deutschland und Österreich, fahren wir nach Palma zum Start. Unsere Gruppe besteht aus einigen 10 Kilometerläufern, Habmarathonläufern und einem Marathonläufer (ICH).

Bei sommerlichen Temperaturen (Blauer Himmel, Sonnenschein) wird pünktlich gestartet. Die Spanier schaffen es, die 7000 Starter als ein vielfaches aussehen und fühlen zu lassen. Die Startblöcke sind so klein, dass wir es erst einigen Minuten nach dem Start schaffen, unseren zu erreichen um mit etwas Verspätung die Zeitnehmung beim Startbogen auszulösen. Trotz dem, war die ersten Kilometer die ich mit Herbert und Annemarie gemeinsam zurücklegte, noch einiges an Verkehr und man hatte noch zu tun um den richtigen Rhythmus zu finden.

Nach ca. 5 Kilometer verliere ich Annemarie und Herbert und versuche nun ein Wohlfühltempo zu finden welches mir gestattet die schöne Stadt (die ersten 20 Kilometer sind in der Innenstadt von Palma) zu genießen, Bauchtänzerinnen und Musikgruppen vervollständigen das schöne Stadtbild und dabei wenn möglich noch unter vier Stunden zu bleiben. Es gelingt, ich finde einen guten Rhythmus und beschließe die ersten 10 Kilometer nicht langsamer als 5:30 min/km zu laufen. Bis Kilometer 30 plane ich dann nicht langsamer als 5:20 min/km zu laufen und die letzten Kilometer dann eventuell noch etwas schneller.

Trotz der schwierigen Strecke in der Innenstadt, viele Richtungsänderungen, enge Kurven, so mancher Höhenmeter war auch dabei, kann ich meine persönliche Zeitvorgabe ohne Probleme einhalten. Nach der Halbmarathondistanz, geht es Richtung Strand von Palma. Die Balnearios  (Ballermänner), das sind die 15 Strandkaffees am Strand von Palma wo im Sommer so richtig abgefeiert wird, warten auf uns Läufer. Mittlerweile ist es hochsommerlich geworden, es ist sehr heiß und ab Kilometer 20 gibt es keinen Schatten. Nach 30 Kilometer komme ich an den Strand von Palma und biege in die Strandpromenade ein um die nächsten Kilometer unmittelbar neben dem blauen Mittelmeer zu laufen. Viele Zuschauer sind auf diesem Streckenabschnitt, mir geht es gut und meine Zeitvorgaben habe ich alle eingehalten. Nach 32 Kilometer spüre ich ein leichtes unwohl sein. Irgendwie ist mein Kreislauf durcheinander und ein komisches Gefühl im Magen macht sich bemerkbar. Das grausliche lauwarme Wasser welches bei den Versorgungstellen ausgegeben wurde, macht sich bemerkbar. Mir ist richtig übel und kein Cola (ich brauche Zucker) oder Isogetränk in Sicht. Weiterhin,   auf Grund der Temperaturen irgendwie logisch, „nur“ warmes Wasser bei den Versorgungsstellen. Der Mann mit dem Hammer erreicht mich bei Kilometer 34 und anstelle mein Tempo zu steigern, so war es geplant, laufe ich jetzt 6:30 min/km und dass ist mir fast zu schnell. Von dem geplanten Schlusstempo 5:15 min/km auf den letzten Kilometern (vor einigen Wochen laufe ich dieses noch locker bei einem 50 Kilometer Trainingslauf), keine Spur und der  Mann mit dem  Hammer prügelt weiter auf mich ein, ich leide.

Nach ca. 40 Kilometer warten einige Lauffreunde/innen auf mich und Herbert schleppt mich im wahrsten Sinne des Wortes ab und bringt mich gerade noch in 3:58:09 in´s Ziel. Die Zielsetzung war, einen Genusslauf in unter vier Stunden zu machen. Unter vier Stunden sind es geworden, nur frage ich mich wo der Genuss geblieben ist. Die letzten 10 Kilometer war davon nichts zu spüren. Ich „alter Laufhase“ habe meine Prügel bezogen ohne allerdings genau zu wissen warum. Es hat scheinbar an diesem Tag eben genau so sein müssen und aus…………

Der Spruch, man soll nie die Ehrfurcht vor einem Marathon verlieren, hat wieder an Bedeutung gewonnen!!

Dafür ist es allen anderen Laufkollegen viel besser gegangen und es wurde so mancher persönlicher Rekord aufgestellt.

Wir bleiben noch eine Woche in Mallorca, genießen Sonne Strand und Meer. Ein Tag schöner als der andere. Jeder aus unserer Reisegruppe macht dass was Spaß macht, während die einen mit dem Rad fahren, machen die anderen einen Ausflug mit dem Auto oder eine Fahrt mit dem Nostalgiezug in das Landesinnere. Stundenlange Strandspaziergänge stehen ebenso auf dem Programm wie die Strandläufe vor dem Frühstück. Ich freue mich jetzt schon auf den Oktober 2012, eine Woche habe ich für Mallorca schon wieder eingeplant.

Einen großen Dank möchte ich Annemarie u. Herbert Christian aussprechen, sie haben diese Reise organisiert. Danke aber auch allen anderen Freunden des Laufsports die dabei waren für eine Woche voller Harmonie und weiter viel Spaß beim Sport und g´sund bleiben.

 fdl