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5h Lauf Oberwart 28.5.2011 - Bericht Kurt

Der 5h-Lauf in Oberwart am 28.Mai 2011

endet mit einem Doppelsieg der FdL

Bericht von Kurt Ulreich

Mit zehn Startern und einer ansehnlichen Anzahl von Fans sind wir am 28.05.2011 bei strömendem Regen nach Oberwart angereist, um am dortigen 5h-Lauf teilzunehmen.

Nach 115 km machen wir in Bernstein/Bgld., meiner Heimatgemeinde, einen Zwischenstopp- Kaffee und Pinkelpause muss auch sein. und reisen anschließend weiter nach Oberwart.

Strömender Regen erwartet uns auch dort, macht aber nichts, da müssen wir durch. Startnummern abholen, umziehen und ab zum Start. Mit Werner Millonig, Michael Hanacek und Martin Ulreich haben wir drei Ultra- Neueinsteiger in unserer Mannschaft.

Zwei davon, nämlich Martin und Michael sollten zu meiner Freude, aber nur teilweise überraschend - dann aber diesen Ultralauf über fünf Stunden - mit ihren Leistungen prägen.

Nur teilweise überraschend, weil sich Michel Hanacek relativ kurzfristig zu einem Start in Oberwart entschlossen hat und dann dem Rat, gemeinsam mit Martin zu laufen, gefolgt ist (ich war überzeugt, dass er das drauf hat) und letztendlich mehr als überzeugen konnte.

Also der Reihe nach:

 Start bei strömendem Regen, aber mit zum Laufen angenehmen Temperaturen. Martin beginnt das Rennen mit einem Kilometerschnitt von 5:10 min/km mit dem Ziel,  in einen Bereich von 55 bis 60 Kilometer vorzudringen, und Michael sollte so lange wie möglich bei ihm bleiben. Nach drei Stunden, inzwischen war der Regen vorbei, die Wasserlacken auf der Strecke begannen aufzutrocknen (ich habe meinen Lauf nach geplanten 2 1/2 Stunden beendet um mich der Betreuung zu widmen) sind die beiden noch immer zusammen und sind mittlerweile souverän in Führung.

Dass die beiden nach so langer gemeinsamer Zeit im Rennen auch den Rest zusammen bleiben, was immer da kommen möge, versteht sich unter Lauf- und Vereinskollegen von selbst und bedarf keiner weiteren Erklärung.

Jetzt kommen die beiden allerdings in einen Bereich, den sie beide noch nicht kennen. Der Körper beginnt auf eine Art zu schmerzen, welche die beiden nicht kennen, die Beine werden schwer, trotzdem soll man das Tempo halten und man stellt sich die Sinnesfrage. Alles schon selber erlebt und ich kann mit den beiden mitfühlen, versuche sie immer wieder zu motivieren, bin aber nicht sicher, ob ich immer wahrgenommen werde.

Da die beiden nach vier Stunden wissen, dass sie unangefochten auf dem ersten Platz liegen, beginnen sie zu taktieren. Immer wieder kurze Trinkpausen um dann wieder in gewohnter Manier weiter zu laufen und sich abschließend eine ganz langsame Runde (1400m) zu gönnen, damit sie bei Start und Ziel genau nach 5 Stunden mit rund 56 gelaufenen Kilometer zum Stehen kommen.

Taktisch sehr klug gelaufen, um den Sieg nicht zu gefährden und dabei auch noch etwas Kraft gespart, was sich im Augenblick aber natürlich nicht so anfühlt.

Dem Rennverlauf nach behaupte ich, dass bei etwas Wettkampfstress (Gegner die mit ihnen um den Stockerlplatz laufen), sicher drei bis vier Kilometer mehr drinnen gewesen wären, was wiederum für die Zukunft der beiden große Hoffnung macht.

Als Neueinsteiger so eine sportlich und taktisch tolle Leistung abzurufen, zeigt von großer Reife und ich bin sehr, sehr stolz auf meine beiden „Suuuuuuper Jung`s“.

 Ein Doppelsieg für die Freunde des Laufsports, was will man als Obmann dieses Vereins mehr.

Ganz tolle Leistungen aber auch aller anderen Starter unseres Vereins. Werner Millonig, der dritte Neueinsteiger, wollte 43 Kilometer laufen, um sich als ULTRA bezeichnen zu dürfen. Ich habe ihn zu 45 Kilometer überredet, er hat es gemacht und wir sind alle stolz auf unseren Werner. Unser Rudi Hermann, der mit seinen 76 Jahren gezeigt hat, wie fit und jugendlich das Laufen machen kann, hat eine tolle Leistung abgerufen, ganz großer Respekt lieber Rudi.

Herbert Christian, ein Lauf-Urgestein der Wiener Laufszene, hat ebenfalls mit einer sehr guten Leistung überzeugt und hat mit der Nichte des Veranstalters Peter Linsbauer mit Sicherheit die hübscheste Begleiterin bei diesem Lauf gehabt.

Auch unser TomTom war dabei und hat feststellen müssen, dass es nicht möglich ist, innerhalb weniger Wochen bei zwei Ultrabewerben gute Leistung zu erbringen. Er hat sehr gelitten und das ist gut so, aus solchen Erfahrungen wird man besser. Auch unser „Schlammi“ war wieder als unser Maskottchen dabei und hat  einige Runden gedreht.

Super Leistung auch durch unseren zweitältesten Teilnehmer. Manfred Reither muss irgendwo einen heimlichen Jungbrunnen haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass er nach einer längeren krankheitsbedingten Pause gleich einmal 51 Kilometer zurücklegt.

Viele Laufkollegen haben wieder einmal tolle Werbung für unseren Verein Freunde des Laufsports gemacht. Ich bin natürlich sehr stolz und freue mich auf die nächsten gemeinsamen Unternehmungen.

Weiter viel Spass beim Sport und g´sund bleiben wünscht Kurt Ulreich

fdl